am 2025-10-07 02:14 PM
Ich bin gerade dabei den Umstieg auf ArchiCAD 29 vorzubereiten. Leider sind die wesentlichen Neuerungen der letzten Jahre „AI-Visualizer“ und „AI-Assistant“ für uns unzugänglich hinter einer weiteren Bezahlschranke „Subscription“ versperrt. Als langjährige Kunden mit Dongle Lizenz finden wir diese Update-Politik mindestens eigenartig.
Man wird quasi in die Richtung Subscription gedrängt. Warum wird hier überhaupt unterschieden?
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 2025-11-25 02:15 PM
Hallo Frank, ich würde sagen wer lesen kann ist klar im Vorteil 🙂 Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und Korrektur. Für einen kurzen Moment hatte ich Hoffnung, dass es sich wirklich nur um ein Missverständnis handeln könnte. Ich werde das Thema bei GS ansprechen. Rückmeldung folgt....
am 2025-11-30 12:12 PM
Es gibt ein Geschäftsmodell, das sich vorwiegend in der Open Source-Community etabliert hat (FOSS), und das langsam in ähnlicher Form auch in die "normale" Software-Industrie Einzug hält: es gibt eine kostenlose Basisversion, die alle notwendigen Funktionen enthält, und darauf aufbauend Pro- und Enterprise-Versionen. Neuestes Beispiel: Canva und die Affinity-Software.
https://www.affinity.studio/de_de
Ich habe die komplette Suite bereits vor Jahren gekauft (echte Kauflizenz, 80 Euro pro Version) und inzwischen ist sie komplett kostenlos. Wer aber Sachen wie z.B. KI haben möchte, kauft sie dazu. Ähnlich ist es bei Sketchup von Trimble. Dort ist die Pro-Version so günstig, dass das egal ist, dass sie nur Abo ist. Außerdem bekommt man die Modelle auch mit der kostenlosen Version 1:1 geöffnet und kann sie sogar ohne Einschränkungen weiter bearbeiten.
Offensichtlich funktioniert dieses Geschäftsmodell, denn ganze Branchen setzen darauf. Da der CAD-Markt gesättigt ist, wäre das eine Möglichkeit zu wachsen, ohne etwas zu riskieren, denn die Alt-Kunden benutzen in der Regel die BIMCloud oder benötigen den IFC-Export (das wäre dann z.B. kostenpflichtig), während kleine und junge Büros eine gute Software-Basis hätten um sich ein Geschäft aufzubauen. Und: mit einem Schlag hätte man auch die gecrackte Software vom Markt gefegt.
Mit so einem Modell, vorausgesetzt die Preise wären vernünftig und fair, wäre ich auch bei Version 31 noch dabei. Und viele andere bestimmt auch. Aber da ja der Konzern (Nemetschek) die Regeln macht, wird sich wahrscheinlich nix ändern.
am 2025-12-03 08:42 AM
Ich denke, diesen Weg werden wir auch beschreiten. Wir sind jetzt schon nur alles zwei Jahre mit den Versionen gesprungen und viele Mitarbeiter arbeiten lieber mit der vertrauten Version. Ich kann jetzt keinen Vorteil erkennen, warum ich jetzt ins Abomodell wechseln sollte. AI Visualizer und KI Assistent vermissen wir nicht.
Allerdings, so wie ich es verstanden habe, verliert man bei Kündigung des Servicevertrages den Zugang zur Servicevertragsbibliothek. Weiß jetzt nicht, wie sich das auswirkt. Ob dann bei Kündigung sofort die Elemente aus den Projekten verschwinden?
Abgeschlossene Projekte sollten man zu einer Archivdatei machen. Da sind dann alle Bib-Elemente eingebettet. Ein paar Fragen sind also noch offen.
am 2025-12-03 08:46 AM
Und die ArchiCARD Addons. Die funktionieren dann wahrscheinlich auch nicht mehr. Oder?
am 2025-12-05 02:58 PM
Guten Tag PPS-architekten,
meine Lizenz habe ich vor ein eingen Monaten gekündigt, mein Vertrag ist beendet und ich hatte ähnliche Bedenken.
Die Elemente aus der Servicevertrags- Bibliothek, die Addons und den Katalog mit den zusätzlichen Oberflächenmaterialien kann ich weiterhin verwenden.
Die sind "gekauft" und wie zur Vertragslaufzeit nutzbar. Zumindest habe ich keine Einschränkungen bemerkt. Mit Vertragsende ist der Versionsstand natürlich "eingefroren" und es gibt nur noch Aktualiserungen für die zur Vertragslaufzeit lizensierten Versionen (bei mir entsprechend zur Zeit noch für AC 27 + AC 28).
grüße
ralf
am 2026-01-12 12:26 PM
Da wir uns aktuell mit der Anschaffung einer weiteren Lizenz beschäftigen, ist die Thematik der Mietlizenzen nunmehr 'akut' bei uns aufgeschlagen. Nach kurzer Recherche stellt sich heraus: für das günstigste Mietmodell (3 Jahre Laufzeit, 'kleines' Paket ohne MEP) fallen in drei Jahren Kosten von 8.250 Euro netto an. Zieht man davon die Servicekosten die in drei Jahren für eine Lizenz anfallen ab, bleiben 6.000 Euro netto übrig - also grob die Kosten die für den Kauf einer AC Lizenz angefallen sind. Das ist aus unserer Sicht ein massives Missverhältnis.
Wir haben genau dieses Spiel bereits mit ProjektPro hinter uns, mit dem Ergebnis, dass wir den Erstinvest von gut 15.000 Euro netto 'abgeschrieben' haben und auf eine andere Bürosoftware gewechselt sind.
Entwicklungsarbeit und Produktpflege kosten Geld - dafür gibt es einen Servicevertrag.
Zusatzfunktionen die Seitens GS eigene Strukturen benötigen (BIM, KI, etc.) dürfen gern extra Kosten, sollten jedoch nicht die ganze Software in ein Mietmodell zwingen.
am 2026-01-13 10:20 AM
Projekt Pro ist bei uns auch immer wieder ein Thema. Für welche Software habt ihr euch letztendlich entschieden?
am 2026-01-14 11:59 AM
Lieber Frank,
Wir haben uns nach längerer Suche letztlich für eine Kombination aus Compa (Projektmanagement, Zeiterfassung, Angebote/Rechnungen, AVA, usw.) und Outlook (Mails und Kalender) entschieden.
Durch die rein webbasierte Oberfläche können wir ohne VPN überall und unabhängig vom Betriebssystem arbeiten. Es ist (bei unserem Leistungsumfang) günstiger als ProjektPro (selbst bei Berücksichtigung des 'Altkunden'-Rabatts).
Beste Grüße aus Nürnberg,
Torsten Glaschke
am 2026-01-15 03:33 PM
Weil Grafisoft ab nächstes Jahr nur noch Abos anbietet!
Mit Marktführerschaft erpresst man alte User mit KAUFLIZENZ und Servicevertrag.
am 2026-03-31 02:41 PM
Ich muss zugeben, dass ich den Unmut mit einer gewissen Genugtuung betrachte. Ich war selbst über 16 Jahre lang Archicad-Kunde, bis mir Graphisoft 2023 den Vertrag kündigte. Damals habe ich mich schlichtweg geweigert, die neuen, einseitig von Graphisoft vorgegebenen Vertragsbedingungen zu akzeptieren. Prinzipiell hatte ich kein Problem mit einer Kostenerhöhung, doch es widerstrebte mir deutlich, dass sich Graphisoft mit den neuen Bedingungen jährlich bis zu 10 % Erhöhung einräumen wollte. Und irgendwie war mir schon damals klar, dass der Griff ins Portemonnaie damit nicht beendet sein würde.
Was soll ich sagen: Es kam genau so, und ich bin irgendwie auch froh, aus diesem System ausgestiegen zu sein. Ich arbeite mit Version 27 und muss ganz ehrlich sagen: Ich vermisse nichts von den neuen „tollen Features“, für die man jetzt so viel Geld bezahlen soll. Mag sein, dass große Büros diese Dinge brauchen – ich und viele Kollegen jedoch nicht. Alternativ zeichne ich einfach mit meiner Version weiter, bis zur Rente.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich aus dieser Mühle, die sich immer schneller dreht, zu verabschieden.
Grüße aus Mittelhessen