am 2025-12-09 10:58 AM
Hi zusammen,
ich habe ein Problem mit einem Fensteranschluss bei einer Fassade mit zwei versetzten Wandstärken.
Situation (siehe Screenshot):
Die Fassade springt um 5 cm zurück – ein Teil liegt weiter außen (dickere Wand), ein Teil 5 cm weiter innen (dünnere Wand).
Das Fenster soll in diesem Bereich sitzen, wo die beiden Wandstärken zusammentreffen.
Problem:
Wenn ich das Fenster in die dickere Wand einsetze, läuft die Putzschicht auf der Seite der dünneren Wand über diese hinaus.
Wenn ich das Fenster in die dünnere Wand einsetze, zieht die Putzschicht nicht weit genug in Richtung der dickeren Wand (so wie im Screenshot zu sehen).
Das Problem tritt an mehreren Stellen im Projekt auf.
Habt ihr eine Empfehlung, wie man solche Fassaden mit zwei Wandstärken in Archicad am besten modelliert, damit der Fensteranschluss samt Putzschichten sauber dargestellt wird (Grundriss/Schnitt)?
Z. B. über spezielle Anschluss-Einstellungen, eigene Profilwände, separate Leibungswände o. Ä.?
Vielen Dank vorab für eure Tipps!
(AC 28 Windows 11 Pro)
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 2025-12-12 07:40 PM
Modellmäßig wirst Du das nicht wie gewünscht gelöst bekommen, da das Fenster nicht weiß, dass die anschließende Wand dicker ist und der Schichteinzug über das Fensterobjekt erzeugt wird.
Das Problem zieht sich ja in der Vertikalen durch - auch ohne Öffnung. An solchen Stellen haben sich Profilbauteile bewährt, die dann als Stütze da rein setzt.
am 2025-12-09 02:23 PM
Unabhängig von der Gestaltung, die ich nicht nachvollziehen kann, entsteht dein Problem aus den zwei Wandbauteilen. Die Wand in der das Fenster sitzt gibt die Wandstärke vor. Wenn du unmittelbar nach dem Fenster den Wandaufbau änderst, kann ArchiCAD das nicht wie gewünscht darstellen. Ich würde das Problem von hinten aufrollen. Wie wird das in der Ausführung gelöst? Wo liegen deine Zwangspunkte? Gibt es einen Sonnenschutz, der es eventuell erforderlich macht, dass deine Leibungen beide die gleiche Stärke haben müssen?
Quick and dirty würde ich das Fesnter in die schlankere Wand einsetzen und den Putz händisch mit einer einschaligen Putzschicht anpassen.
am 2025-12-12 04:23 PM
Vielen Dank dir erstmal für deine schnelle Rückmeldung.
Die Ausführung erscheint mir jetzt nicht allzu kompliziert - der Putz wird einfach bis an den Fensterrahmen herangeführt, und für den Sonnenschutz ist in der Planung genügend Platz vorgesehen.
Für dieses Projekt würde ich „quick and dirty“-Lösungen im Modell gern vermeiden, weil das BIM-Modell insgesamt nachvollziehbar aufgebaut ist und später auch an andere Planer:innen weitergegeben werden soll. Manuelle 2D-Putzfälle oder zusätzliche einschalige Putzwände an einzelnen Stellen würde ich daher möglichst umgehen.
Ich bin eher auf der Suche nach einem modellseitigen Workaround, wie man mit den zwei unterschiedlichen Wandstärken und dem Fensteranschluss umgehen kann (z.B. über Profilwände, separate Leibungswände o.Ä.), ohne an jeder Stelle händisch nachzuarbeiten.
Falls jemand dazu noch eine Idee oder einen erprobten Ansatz hat, freue ich mich sehr über Hinweise. Und trotzdem vielen Dank dir schon einmal für deinen Input!
am 2025-12-12 07:40 PM
Modellmäßig wirst Du das nicht wie gewünscht gelöst bekommen, da das Fenster nicht weiß, dass die anschließende Wand dicker ist und der Schichteinzug über das Fensterobjekt erzeugt wird.
Das Problem zieht sich ja in der Vertikalen durch - auch ohne Öffnung. An solchen Stellen haben sich Profilbauteile bewährt, die dann als Stütze da rein setzt.
vor einem Monat
Alles klar, dankeschön.