abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 
abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 
Allgemeine Fragen
Stellenausschreibungen, Wettbewerbe, Events, Weiterbildungs-Ressourcen, Forschung etc.

Prozesshilfe

thopas
Enthusiast

Hallo Forum,

 

es gibt meiner Meinung nach ein verbreitetes Verständnisproblem bzgl. BIM. Das Modell steht im Vordergrund, aber die nötigen Prozesse werden kaum erkannt. Meine Frage ist, ob es hülfe, wenn ArchiCAD Prozesse abbildet in Form eines Aufgabenverwaltungssystems oder einer Anbindung an ein bestehendes? Was meint Ihr?

 

Beispiel: Aufgabe: Änderungen von xy einarbeiten, … kontrollieren, neuen index für … und … publizieren. 

 

Gruss aus Köln. 

7 ANTWORTEN 7
torben_wadlinger
Virtuoso

Der richtige Begriff lautet Issue Management. Damit solltest Du mit diversen Suchhilfen und dem Handbuch Antworten auf deine Frage erhalten.

Ja, könnte man machen. Wahrscheinlich mit einem Programm mit dem man die BCFs gut verwalten kann. Meine Frage zielte aber eher auf die Geschäftsprozesse und nicht nur auf die Verwaltung einzelner Aufgaben. 

Ich erlebe immer wieder, dass die meisten schon bei dem Konzept von Ausschnitten scheitern. Mal ganz abgesehen von dem Konzept des Publishers. Auch, das mit den Beispielausschnitten gearbeitet wird und sich dann gewundert wird, warum sich ständig die Pläne verändern.

Was meine ich nun mit Geschäftsprozess. Die DIN 19650 spricht von "3.2.13 auslösendes Ereignis ... was zu einem Informationsaustausch führt". Ich glaube es könnte helfen, wenn der Weg durch ArchiCAD für einen solchen Informationsaustausch visualisiert wird z.B. mit Informationsbesteller, Informationsanforderungen, Informationsbereitsteller. Wenn man die Verbindung zu dem entsprechenden Element in der Projektmappe, die zugehörigen Ausschnitte, die Layouts und die Publishersets sehen könnte, hilft das vielleicht das Verständnis von ArchiCAD als Werkzeug zu verbessern und die Arbeitsabläufe zu organisieren.

Diese Idee der Visualisierung der internen Zusammenhänge kann ich nachvollziehen und du hast Recht, dass man das nachvollziehbarer darstellen könnte.

Das lese ich nur auch nicht aus deiner ursprünglichen Frage. Es gibt bereits gute Systeme für Aufgaben (auch in Archicad): Änderungsmanagement, Issue-Management. Was hier fehlt ist die Anbindung. GS glaubt, wie viele andere Softwareentwickler, einen eigenen Planeten wie den von Autodesk erschaffen zu müssen, anstatt sich an gemeinsame anzudocken (BIMcollab, Dalux, CDE allgemein).

bim author since 1994 | bim manager since 2018 | author of selfGDL.de | openGDL | skewed archicad user hall of fame | author of bim-all-doors.gsm

Mann, Du machst es uns nicht leicht zu verstehen, was Du möchtest. Aber ich glaube es geht Dir darum, den einzelnen Prozessschritten aus der DIN einen Gegenpart in Archicad zuzuordnen, damit Du siehst, wo sich im Prozess die Planung befindet, ggfs. mit Anbindung an einen Prozess-Checker.

 

Boah, ja, kann man haben wollen. Aber warum? Die DIN 19650 beschreibt ja "nur" den Informationsüberbau und die übergeordneten Prozessschritte, die Details der Prozesse definierst Du ja im BAP mit den AWF.

 

Aber ich lese ein ganz anderes Problem aus Deiner Frage heraus:


@thopas  schrieb:

Ich erlebe immer wieder, dass die meisten schon bei dem Konzept von Ausschnitten scheitern. Mal ganz abgesehen von dem Konzept des Publishers. Auch, das mit den Beispielausschnitten gearbeitet wird und sich dann gewundert wird, warum sich ständig die Pläne verändern.


Dieses "Problem" liegt einfach darin, dass den Mitarbeitern das grundlegende Konzept von Archicad "Modell -> Ausschnitt -> Plan -> Ausgabe" nicht erklärt wird. Ich hab immer wieder Studenten im Büro, die von sich selbst behaupten ArchiCAD-Profis zu sein und noch nie mit Ausschnitten gearbeitet haben... 

 

Und andererseits: was heißt da "Beispielausschnitte"? Wie wäre es mit einer Bürovorlage?

Es war halt eine fixe Idee und Dank eurer Antworten (Dankeschön) konnten wir es ja präzisieren. Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass ein Großteil von BIM implizit passiert und dass es zu aufwendig wäre es zu dokumentieren.

Ich bin jetzt durch gefühlt 10 Büros gewandert und überall das gleiche Problem. Wenn etwas nicht funktioniert, ist der Mitarbeiter schuld. Die Organisation von Projekten, Projektbeteiligten und von Computern macht man so im nebenbei. Die jungen Leute könnte das mit dem Computer alle. 😆

Bürovorlage ist eine gute Idee, aber ich bin kein Fan davon alles übers Knie zu brechen. In eine Vorlage sollten meiner Meinung nach Routinen rein und nicht einfach eine ungeprüfte Festlegung. Meist ist die Grundeinstellung von Software besser, als alles was sich einzelne Mitarbeiter oder Gruppen so denken. Es gibt den verbreiteten Irrtum, dass jeder von sich denkt besser als das Mittelmaß zu sein. Dabei gehört schon sehr viel Wissen und Können dazu das Mittelmaß überhaupt zu erreichen. Typischerweise wurde das mit den Ausschnitten nicht verstanden, dann wurde aus dem Pool der Beispielausschnitte ein mehr oder weniger passender geangelt. Mal aus Arbeitseinstellungen und mal aus irgendeiner Leistungsphase und dann wird solange alles verstellt bis keine Zeit mehr übrig ist und es raus muss. Meist noch per speichern untern.

BIM / Digitalisierung geht nicht ohne Standardisierung. Punkt. Nochmal Punkt. Und Ende.

Nicht für Zeichnungen, nicht für Modelle, nicht für Prozesse.

 

Standardisierung bedeutet Festlegung, Vereinbarung, Grundlage. Standardisierung bedeutet nicht Beschneidung der Kreativität, sondern, dass alle vom Gleichen reden. Wer sich als Architekt in der Softwarekonfiguration bei jedem Projekt neu kreativ verwirklichen will verbrennt Zeit, Geld und Energie an falscher Stelle.

Ich bin ein großer Gegner von 150 Seiten AIA und BAP und 1500 vorgegebenen Attributen nach DIN und VDI, aber auch von 1 Stück "BIM Light, Level 0" und möglichst nicht "BIM" sondern "nur modellbasiert", "ihr wisst ja sowieso wie das funktioniert".

 

Die Archicad-Projektvorlage ist mitnichten eine Projektgrundlage, sondern eine Grundlage für eine Bürovorlage.

 

FrankBeister_0-1767800844961.png

 

Wir haben alles vor uns: Technik, Konzepte, Anleitungen. Unser Problem ist das Change-Management, nicht, dass wir noch irgendwo eine Automatisierung brauchen.

{Sorry, schiebe gerade diesbezüglich einen Blues. Und das schon am Jahresanfang, ts ts ts}

bim author since 1994 | bim manager since 2018 | author of selfGDL.de | openGDL | skewed archicad user hall of fame | author of bim-all-doors.gsm

Keine Antwort gefunden?

Andere Beiträge
im Board ansehen

Zurück zum Board

Neueste Lösungen durchsuchen

Akzeptierte Lösungen zeigen

Eine neue Diskussion starten!

Neues Thema erstellen