am 2026-04-08 09:59 AM
Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Architektur- und HKLSE‑Planung ist entscheidend für erfolgreiche Bauprojekte.
Graphisofts MEP Designer bietet mehrere Methoden zum Import von Architekturmodellen und 2D‑Zeichnungen, um eine nahtlose Koordination und Integration zu ermöglichen. Dieser Knowledgebase‑Artikel gibt einen detaillierten Überblick über fünf zentrale Importmethoden: Hotlink, DWG/Xref, Externe Zeichnung platzieren und Dazuladen (Merge).
MEP Designer unterstützt eine native Integration mit Archicad, sodass HKLSE‑Planer:innen entweder direkt in Archicad mit dem Arbeitsumgebungsprofil „Profil HKLSE Planung“ oder in einer Stand‑alone‑Anwendung arbeiten können.
Mit Hotlinks können Sie ein externes Architekturmodell aus Archicad oder eine IFC‑Datei mit Ihrem Projekt verknüpfen. Der zentrale Vorteil von Hotlinks ist die lebendige Verknüpfung zur Quelldatei. Selbst wenn die Quelldatei vorübergehend nicht verfügbar ist, bleibt der Hotlink‑Inhalt im Host‑Projekt sichtbar. Das platzierte Hotlink‑Modul kann nur als eine Einheit bearbeitet werden. Seine Elemente lassen sich nicht einzeln bearbeiten, solange sie Teil eines Hotlinks sind. Verwenden Sie den Befehl Hotlink unterbrechen, um die Elemente in das Host‑Projekt einzubetten und editierbar zu machen.
Diese Methode eignet sich ideal, wenn die externe Datei verknüpft bleiben soll, sodass alle Änderungen an der Quelle automatisch im Host‑Projekt wirksam werden.
Sie fügen einen Hotlink hinzu über Ablage > Externe Daten > Hotlink platzieren und wählen dort Ihre Quelldatei, z. B. eine IFC‑ oder PLN‑Datei. IFC‑Dateien können auf dieselbe Weise wie PLN‑Dateien gehotlinkt werden, allerdings werden die Hotlink‑Elemente entsprechend dem gewählten Übersetzer importiert. Module lassen sich einfach verwalten und aktualisieren und unterstützen so einen iterativen Entwurfs‑ und Koordinationsprozess.
Modul‑Dateien (.mod‑Dateien)
IFC‑Dateien (separat in Methode 2 behandelt)
Rhino‑Dateien (.3dm)
2D‑Linien (.2dl)
Ein großer Vorteil von Hotlinks ist die Möglichkeit, die Verknüpfung zu aktualisieren, wenn sich das Architekturmodell ändert. Beim Aktualisieren eines Hotlinks bietet MEP Designer an, das Fenster Modellvergleich zu öffnen, das grafisch darstellt, was sich durch das Update geändert hat. Diese Funktion ist besonders hilfreich, um Architekturänderungen zu verfolgen, die sich auf HKLSE‑Systeme auswirken können.
Externe Referenzdateien, Xrefs (Ablage > Externe Daten > Xref hinzufügen), ähneln Hotlink‑Modulen, mit dem Unterschied, dass es sich um DXF‑ oder DWG‑Dateien und nicht um IFC‑ oder andere BIM‑Modelldateien handelt.
Xrefs sind sinnvoll, wenn regelmäßige Aktualisierungen aus DWG‑ oder DXF‑Dateien benötigt werden. Die Xref‑Funktion hält die externe Datei verknüpft, sodass Sie sie neu laden können, wenn sich die ursprüngliche Quelle ändert. Xref‑Ebenen und Einstellungen werden über den Ebenen‑Dialog verwaltet, wodurch Sichtbarkeit und Zuordnungen gesteuert werden können. Zudem unterstützen dedizierte DWG/DXF‑Übersetzer die Ebenenauflistung und Attributkonfiguration.
Bei dieser Methode muss der/die Ingenieur:in das Architekturmodell selbst als BIM‑Modell nachmodellieren, um in einer vollständigen BIM‑Umgebung arbeiten zu können.
Das Platzieren einer externen Zeichnung als Referenzzeichnung in einem Arbeitsblatt bietet eine sichere Möglichkeit, zusätzliche Informationen anzuzeigen, ohne das Risiko unbeabsichtigter Änderungen.
Aktivieren Sie das Zeichnungs‑Werkzeug und klicken Sie in das Modellfenster, wo die Zeichnung platziert werden soll. Alternativ verwenden Sie Ablage > Externe Daten > Externe Zeichnung platzieren (bzw. „Externe Zeichnung aus BIMcloud platzieren“). Nutzen Sie Transparentpause, um die Referenzzeichnung einzublenden.
Bei dieser Methode muss der/die Ingenieur:in das Architekturmodell selbst nachmodellieren, um in einer BIM‑Umgebung zu arbeiten.
Verwenden Sie das Zeichnungs‑Werkzeug in einem Arbeitsblatt, wählen Sie „Verknüpfen mit …“ und wählen Sie Ihre DWG‑Datei.
Der gesamte Plan wird auf einer Ebene platziert, eingebettete DWG‑Ebenen können ein‑/ausgeschaltet werden, und Stiftzuweisungen stehen zur Verfügung. Die Zeichnung selbst ist gesperrt, kann aber bei Bedarf in bearbeitbare Elemente zerlegt werden. Dieser Ansatz eignet sich vor allem zur visuellen Referenz, nicht zur direkten Datenbearbeitung.
Handelt es sich um eine mehrseitige PDF‑Datei, erscheint ein Auswahl‑Dialog. Wählen Sie eine, mehrere oder alle Seiten. Nach dem Platzieren einer PDF‑Zeichnung können Sie mit dem Kontextmenü‑Befehl „Seite ersetzen“ (ausgewählte Zeichnung oder Zeichnungs‑Manager) auf eine andere Seite innerhalb derselben PDF‑Datei verlinken.
Bei Bedarf können PDF‑Dateien mit dem Befehl Bearbeiten > Umformen > In aktuelle Ansicht zerlegen in 2D‑Zeichnungselemente umgewandelt werden.
Die Option „Dazuladen“ eignet sich, wenn die importierten Elemente nach dem Import als native Archicad‑Elemente bearbeitbar sein sollen.
Verwenden Sie „Dazuladen“, wenn:
Sie eine eigenständige Projektdatei ohne externe Abhängigkeiten erzeugen möchten.
Round‑Trip‑Workflows (Smart Merge) mit AutoCAD‑Anwender:innen geplant sind.
Sie IFC‑Inhalte importieren, die als native Elemente und nicht nur als Referenzgeometrie behandelt werden sollen.
„Dazuladen“ rufen Sie über Ablage > Interoperabilität > Dazuladen auf. Es unterstützt die Auswahl von Ebenen und die Nutzung individueller DXF/DWG‑ und IFC‑Übersetzer und erleichtert so die Zusammenarbeit mit Fachplaner:innen, die mit unterschiedlichen Dateiformaten arbeiten.
Methode |
Quelle wirdautomatisch aktualisiert |
Nach Importeditierbar |
Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| Hotlink | Ja | Nein | Kontinuierliche Synchronisation mit externer PLN/IFC |
| Xref | Ja | Nein |
DWG/DXF‑Überlagerungen mit häufigen Updates, Beibehaltung der Layerstruktur |
| Externe Zeichnung platzieren | Nein | Nein (außer nach Zerlegen) | Gesperrte 2D‑Referenz, eine Ebene, kein Attribut‑Import |
| Dazuladen (Merge) | Nein | Ja | Direkte Bearbeitung importierter Architektur‑/Tragwerkselemente |