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Architekturmodelle oder 2D‑Zeichnungen in MEP Designer importieren

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Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Architektur- und HKLSE‑Planung ist entscheidend für erfolgreiche Bauprojekte.

 

Graphisofts MEP Designer bietet mehrere Methoden zum Import von Architekturmodellen und 2D‑Zeichnungen, um eine nahtlose Koordination und Integration zu ermöglichen. Dieser Knowledgebase‑Artikel gibt einen detaillierten Überblick über fünf zentrale Importmethoden: Hotlink, DWG/Xref, Externe Zeichnung platzieren und Dazuladen (Merge).

 

MEP Designer unterstützt eine native Integration mit Archicad, sodass HKLSE‑Planer:innen entweder direkt in Archicad mit dem Arbeitsumgebungsprofil „Profil HKLSE Planung“ oder in einer Stand‑alone‑Anwendung arbeiten können.

 


 

Methode 1: Hotlink – BIM‑Modelle

 

hotlink_mep.pngMit Hotlinks können Sie ein externes Architekturmodell aus Archicad oder eine IFC‑Datei mit Ihrem Projekt verknüpfen. Der zentrale Vorteil von Hotlinks ist die lebendige Verknüpfung zur Quelldatei. Selbst wenn die Quelldatei vorübergehend nicht verfügbar ist, bleibt der Hotlink‑Inhalt im Host‑Projekt sichtbar. Das platzierte Hotlink‑Modul kann nur als eine Einheit bearbeitet werden. Seine Elemente lassen sich nicht einzeln bearbeiten, solange sie Teil eines Hotlinks sind. Verwenden Sie den Befehl Hotlink unterbrechen, um die Elemente in das Host‑Projekt einzubetten und editierbar zu machen.

 

Diese Methode eignet sich ideal, wenn die externe Datei verknüpft bleiben soll, sodass alle Änderungen an der Quelle automatisch im Host‑Projekt wirksam werden.

 

Sie fügen einen Hotlink hinzu über Ablage > Externe Daten > Hotlink platzieren und wählen dort Ihre Quelldatei, z. B. eine IFC‑ oder PLN‑Datei. IFC‑Dateien können auf dieselbe Weise wie PLN‑Dateien gehotlinkt werden, allerdings werden die Hotlink‑Elemente entsprechend dem gewählten Übersetzer importiert. Module lassen sich einfach verwalten und aktualisieren und unterstützen so einen iterativen Entwurfs‑ und Koordinationsprozess.

 

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Unterstützte Dateitypen

 

  • Einzelprojekte aus Archicad (.pln‑Dateien)
  • Modul‑Dateien (.mod‑Dateien)

  • Teamwork‑Projekte aus BIMcloud (müssen dieselbe Version wie das Host‑Projekt haben)
  • IFC‑Dateien (separat in Methode 2 behandelt)

  • Revit‑Dateien (.rvt)
  • Rhino‑Dateien (.3dm)

  • 2D‑Linien (.2dl)

 

Ein großer Vorteil von Hotlinks ist die Möglichkeit, die Verknüpfung zu aktualisieren, wenn sich das Architekturmodell ändert. Beim Aktualisieren eines Hotlinks bietet MEP Designer an, das Fenster Modellvergleich zu öffnen, das grafisch darstellt, was sich durch das Update geändert hat. Diese Funktion ist besonders hilfreich, um Architekturänderungen zu verfolgen, die sich auf HKLSE‑Systeme auswirken können.

 

Wie platziere ich ein Hotlink‑Modul?
  1. Wählen Sie Ablage > Externe Daten > Hotlink platzieren.
  2. Klicken Sie im Dialog auf Modul auswählen.
  3. Klicken Sie auf Neues Modul, um dem aktuellen Projekt ein neues Hotlink‑Modul hinzuzufügen.
  4. Wählen Sie die Quelle des neuen Hotlinks: entweder Aus Datei oder Aus BIMcloud.
  5. Wenn Sie eine IFC‑Datei verhotlinken möchten, wählen Sie im Dialog „Neues Hotlink‑Modul“ einen Übersetzer für den Import.
  6. Klicken Sie auf Auswählen.
  7. Falls die gewählte PLN‑ oder .mod‑Datei mehrere Geschosse enthält, erscheint der Dialog Geschoss auswählen.
  8. Klicken Sie auf OK.
  9. Klicken Sie auf Auswählen, um zum Dialog „Hotlink platzieren“ zurückzukehren.
  10. Passen Sie die Einstellungen nach Bedarf an, z. B. Zuordnung einer optionalen Master‑ID.
  11. Klicken Sie auf Hotlink platzieren.
  12. Im Dialog Geschosse zuordnen wählen Sie bei mehrgeschossigen Modulen, welches Modulgeschoss auf welches Host‑Geschoss gelegt werden soll.
  13. Klicken Sie auf OK, um den Hotlink zu platzieren.

 

Wie aktualisiere ich ein Hotlink‑Modul?
  1. Beschaffen Sie die aktuellste Version der verknüpften Datei und ersetzen Sie sie im Dateisystem.
  2. Öffnen Sie den Hotlink‑Modul‑Manager über Ablage > Externe Daten > Hotlink‑Modul‑Manager.
  3. Status prüfen: Die Liste der Hotlink‑Quellen zeigt den Status jedes Moduls, z. B. „Aktuell“, „Fehlend“ oder „Geändert“. Falls sich die Quelldatei geändert hat, wird der Status als „Geändert“ angezeigt.
  4. Wählen Sie das Hotlink‑Modul oder dessen Quelle in der Liste und klicken Sie auf Aktualisieren.

 

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Methode 2: Xref (Externe Referenz) – DWG/DXF

 

xref.png

Externe Referenzdateien, Xrefs (Ablage > Externe Daten > Xref hinzufügen), ähneln Hotlink‑Modulen, mit dem Unterschied, dass es sich um DXF‑ oder DWG‑Dateien und nicht um IFC‑ oder andere BIM‑Modelldateien handelt.

 

Xrefs sind sinnvoll, wenn regelmäßige Aktualisierungen aus DWG‑ oder DXF‑Dateien benötigt werden. Die Xref‑Funktion hält die externe Datei verknüpft, sodass Sie sie neu laden können, wenn sich die ursprüngliche Quelle ändert. Xref‑Ebenen und Einstellungen werden über den Ebenen‑Dialog verwaltet, wodurch Sichtbarkeit und Zuordnungen gesteuert werden können. Zudem unterstützen dedizierte DWG/DXF‑Übersetzer die Ebenenauflistung und Attributkonfiguration.

 

Bei dieser Methode muss der/die Ingenieur:in das Architekturmodell selbst als BIM‑Modell nachmodellieren, um in einer vollständigen BIM‑Umgebung arbeiten zu können.

 

 

Wie platziere ich ein Xref?
  1. Verwenden Sie im Grundriss‑, Detail‑ oder Arbeitsblattfenster Ablage > Externe Daten > XREF anhängen.
  2. Der Dialog „XREF hinzufügen“ wird geöffnet.
  3. Suchen Sie eine DWG‑ oder DXF‑Datei im lokalen Dateisystem oder auf der BIMcloud.
  4. Legen Sie Einfüge‑ und Rotationsoptionen nach Bedarf fest.
  5. Wählen Sie einen DWG/DXF‑Übersetzer.
  6. Klicken Sie auf Hinzufügen.
  7. Zur Verwaltung der Xrefs im Projekt verwenden Sie Ablage > Externe Daten > Xref‑Manager.

 

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Methode 3: Externe Zeichnung platzieren – DWG/DXF, PDF (u. a.)

 

external_drawing.png

Das Platzieren einer externen Zeichnung als Referenzzeichnung in einem Arbeitsblatt bietet eine sichere Möglichkeit, zusätzliche Informationen anzuzeigen, ohne das Risiko unbeabsichtigter Änderungen.

Aktivieren Sie das Zeichnungs‑Werkzeug und klicken Sie in das Modellfenster, wo die Zeichnung platziert werden soll. Alternativ verwenden Sie Ablage > Externe Daten > Externe Zeichnung platzieren (bzw. „Externe Zeichnung aus BIMcloud platzieren“). Nutzen Sie Transparentpauseum die Referenzzeichnung einzublenden.

 

Bei dieser Methode muss der/die Ingenieur:in das Architekturmodell selbst nachmodellieren, um in einer BIM‑Umgebung zu arbeiten.

 

DWG

 

Verwenden Sie das Zeichnungs‑Werkzeug in einem Arbeitsblatt, wählen Sie „Verknüpfen mit …“ und wählen Sie Ihre DWG‑Datei.

Der gesamte Plan wird auf einer Ebene platziert, eingebettete DWG‑Ebenen können ein‑/ausgeschaltet werden, und Stiftzuweisungen stehen zur Verfügung. Die Zeichnung selbst ist gesperrt, kann aber bei Bedarf in bearbeitbare Elemente zerlegt werden. Dieser Ansatz eignet sich vor allem zur visuellen Referenz, nicht zur direkten Datenbearbeitung.

 

PDF

 

image.gif

Handelt es sich um eine mehrseitige PDF‑Datei, erscheint ein Auswahl‑Dialog. Wählen Sie eine, mehrere oder alle Seiten. Nach dem Platzieren einer PDF‑Zeichnung können Sie mit dem Kontextmenü‑Befehl „Seite ersetzen“ (ausgewählte Zeichnung oder Zeichnungs‑Manager) auf eine andere Seite innerhalb derselben PDF‑Datei verlinken.

 

Bei Bedarf können PDF‑Dateien mit dem Befehl Bearbeiten > Umformen > In aktuelle Ansicht zerlegen in 2D‑Zeichnungselemente umgewandelt werden.

 

 

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Methode 4: Dazuladen (Merge) – BIM‑Modelle

 

Die Option „Dazuladen“ eignet sich, wenn die importierten Elemente nach dem Import als native Archicad‑Elemente bearbeitbar sein sollen.

Verwenden Sie „Dazuladen“, wenn:

  • Sie importierte Architektur‑ oder Tragwerkselemente direkt bearbeiten müssen.
  • Der importierte Inhalt nicht mehr aktualisiert werden muss.
  • Sie eine eigenständige Projektdatei ohne externe Abhängigkeiten erzeugen möchten.

  • Round‑Trip‑Workflows (Smart Merge) mit AutoCAD‑Anwender:innen geplant sind.

  • Sie IFC‑Inhalte importieren, die als native Elemente und nicht nur als Referenzgeometrie behandelt werden sollen.

 

„Dazuladen“ rufen Sie über Ablage > Interoperabilität > Dazuladen auf. Es unterstützt die Auswahl von Ebenen und die Nutzung individueller DXF/DWG‑ und IFC‑Übersetzer und erleichtert so die Zusammenarbeit mit Fachplaner:innen, die mit unterschiedlichen Dateiformaten arbeiten.

 

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Zusammenfassung 

 

 

Methode

Quelle wird

automatisch aktualisiert

Nach Import

editierbar

Am besten geeignet für

Hotlink Ja Nein Kontinuierliche Synchronisation mit externer PLN/IFC
Xref Ja Nein

DWG/DXF‑Überlagerungen mit häufigen Updates,

Beibehaltung der Layerstruktur

Externe Zeichnung platzieren Nein Nein (außer nach Zerlegen) Gesperrte 2D‑Referenz, eine Ebene, kein Attribut‑Import
Dazuladen (Merge) Nein Ja Direkte Bearbeitung importierter Architektur‑/Tragwerkselemente

 

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