Wir machen das exakt genauso wie Ole. Wenn man etwas Erfahrung mit Punktwolken hat, wird man feststellen, dass die erzeugten Daten/Punkte niemals präzise sind, sondern streuen. Das direkte Arbeiten mit Punktwolken in Archicad ist daher immer besser als mit einer Middleware, da man selbst bestimmt wo man schneidet und welche Punkte jetzt die Vorderkante sind.
Außerdem hat der BLK 360 diverse Probleme, die man kennen muss um mit den Daten umgehen zu können:
1.) mangelnde horizontale Genauigkeit. Die Messungen sind nicht präzise horizontal, sondern kippen in einem Bereich von ca. 0,2 bis 0,5 Grad. Daher nehme ich immer noch einen Nivellier-Laser mit, der mir horizontale und vertikale Linien erzeugt, mit denen ich dann den Scan später ausrichten kann.
2.) fehlerhafte Scans: wenn der BLK lange scant und es relativ warm ist, dann werden die Scans fehlerhaft (kippen, ungenaue Messungen)
3.) Cyclone Register ist die Pest. Ich benutze es nur um die Scans nach Recap zu exportieren, dort auseinanderzunehmen und wieder neu zusammenzusetzen und zu säubern. Danach werden sie als e57 exportiert und über eine Batch-Datei via Cloudcompare vereinigt (merge) und reduziert (subsample). Erst dann hole ich die e57 in AC.
4.) es gibt keine Spiegelerkennung in der Hardware!
5.) Die Akku-Anzeige im Cyclone-Field ist ungenau. Der Akku zeigt Dir noch 25% an, trotzdem hängt sich das Ding beim Scannen auf (tritt übrigens so alle 10 bis 15 Scans auf. liegt auch an dem beschissenen thermischen Konzept - es gibt nämlich keins). Das kommt daher, dass der BLK bei der internen Verarbeitung der Daten mal mehr und mal weniger Strom braucht. Wenn jetzt der Akku diese Leistungsspitze nicht liefern kann, hängt sich die Kiste einfach auf (Spiegel dreht sich nicht mehr, WLAN bricht ab). Dann hilft nur noch ein harter Reset, ein Akku-Wechsel und etwas Pause, damit sich das Gerät wieder abkühlt.
Bezogen auf die Macken und recht simple Technik ist der Preis von 16 T Euro eine Unverschämtheit. Die Optik ist nicht gekapselt und der interne Rechner (läuft übrigens mit Linux, sieht man beim Updaten) ist grottenlahm. Leider gibt es nix anderes in diesem Preissegment …
Vielleicht leiht ihr euch erst mal so ein Ding und testet es. Aber für den Baubereich halte ich den X7 von Trimble für die weit bessere Wahl, auch wenn der viermal soviel kostet. Gekapselte Technik, staub- und wasserdicht, einfache Aufstellung mit Lichtanzeige wenn horizontal gerade. Die Software ist zwar auch nicht der Brüller und braucht bei großen Projekten ewig, aber die Ergebnisse sind besser. Viel besser!
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