Samstag
Samstag - zuletzt bearbeitet Samstag
Geändert - Frage zu schnell gelesen. Sowas hat ohnehin eine Spannrichtung. Deshalb eher als Träger einbauen - nicht als Decke. Dabei als Profilmanager-Profil mit jeweils alternierenden Baustoffen, denn jeweils der selbe Baustoff lässt den Profilmanager die aneinanderliegenden Bretter verschmelzen. Oder neben ganz dünne Leimschichten dazwischen schalten.
Samstag
Gedanken dazu: https://www.youtube.com/watch?v=B0vykMlBO6o
Sonntag
Hallo Heimo,
Hier wird ja mit einer Brettsperrholzdecke (CLT) gekämpft… und da ist darstellerisch dieselbe Herausforderung, wie bei Vollholz auch, dass eine einzige Schicht längs geschnitten anders aussieht, als quer.
Mit GÜ ginge dann, wenn man pro Schnitt nur Holzbauteile in nur eine Richtung hätte.
Ich hab da auch immer wieder rumprobiert… mit Mehrschicht-Aufbauten hat man nicht das Problem mit dem Schraffurursprung nicht… wenn man das aber in Griff bekommt… vielleicht lässt sich so eher was trixen.
Sonntag
Darf ich fragen wozu das gut ist? Bis 1:50 kann man das ohnehin nicht wirklich erkennen und darüber hinaus sind es 2D-Details. Und willst/musst du dir wirklich Gedanken darum machen, wie das Material hergestellt wird? Das macht der Hersteller doch ohnehin in seiner W+M Planung. Mal abgesehen davon macht das die Architekturdarstellung IMHO nicht übersichtlicher.
Sonntag
Montag
Es gibt Anforderungen an die Architekturdarstellung, die solche Detaillierungen erfordern, deswegen habe ich gefragt. Ich halte das aber nicht für einen Regelfall.
CAD erlaubt uns bis auf Kleber oder Gewebeschichten zu modellieren. Ich halte es aber für sinnvoll sowas zu hinterfragen. Denn je präziser ich zeichne, desto vollständiger muss mein Modell sein. D.h. auch an allen Anschlüssen und Sonderfällen muss es dann stimmen, sonst gaukele ich dem Nutzer des Modells, der überall hin navigieren und schneiden (!) kann, etwas vor. Ich glaube auch nicht, dass das die Detailerstellung wirklich beschleunigt. Ich halte das zum einen für gefährlich, zum anderen für einen unangemessenen Aufwand, wenn sogar gar nicht leistbar. Und ich glaube nicht, dass das wirklich einen Nutzen bringt, außer dass es gut aussieht. Im Gegenteil kann das sogar kontraproduktiv werden, wenn du z.B. Dupletten von Baustoffen einführst oder Bauelemente multiplizierst (z.B. bei GK-Wänden) und damit die Auswertung des Modells erschwerst.
Ein digitaler Zwilling müsste im Extremfall noch nicht mal eine Geometrie besitzen, denn überwiegend werden semantische Informationen verarbeitet. Ich sehe für eine Detaillierung auf dem Level nur für eine visuelle Darstellung (Rendering) und nicht für eine Informationsvermittlung sinnvoll.
Montag
Ich sehe das wie Frank.
In meinen jungen jahren war ich auch der Meinung, dass das Modell möglichts nahe an den gebauten Zustand kommen muss (1:1), wenn aber erfahrener wird, lernt man, wo das wichtig ist und wo nicht. BSH-Träger schichtweise zu modellieren haltenich für unvernünftig, da es die Polygonzahl nach oben treibt und die tatsächliche Anzahl der Schichten von Hersteller zu Hersteller verschieden sein kann - abgesehen davon können auch die Schichtdicken variieren.
Details sind sehr wahrscheinlich ohnehin 2D (auch wenn sie aus dem Modell abgeleitet sind). In so einem Detail dann die Schraffur zu ändern ist mit wenigen Mausklicks erledigt.
Montag
Aber auch ohne Längs-/ Hirnholz-Debatte...
Dem Auge tut's einfach weh, wenn die Schichten nicht zur Bauteildicke passen... und das sieht man auch in 1:50:
Es sind einschichtige Mehrschichtaufbauten... der Schraffurursprung richtet sich nie nach Ober-/Unterkante., auch nicht bei Dächern oder Trägern.
Damit das passt ginge wohl tatsächlich nur Mehrschicht-Bauteil, oder nach Heimos Vorschlag 'Träger als Decke'
(Bei komplexeren Grundrissen, dann vielleicht mehrere Träger... sowie die Elemente auch angeliefert werden...)
Montag
Ja klar, das sieht einfach doof aus (milde gesprochen). Und natürlich haben wir Architekten auch einen Anspruch auf schöne Pläne - im Sinne von gut designten Plänen, mit guter Plangrafik, schönem Schriftbild etc. Aber außer uns juckt das inzwischen keinen mehr. Selbst GS interessiert das nicht, denn sonst hätten sie's ja schon längst behoben. Ich bin da inzwischen pragmatisch: Hauptsache der Plan ist fertig und richtig. Wie er aussieht ist mir inzwischen egal - guckt ja keiner rein und zum Schluß liegt er auf der Baustelle zerknüllt in der Ecke.