2026-03-04 07:47 PM - bearbeitet 2026-03-04 07:57 PM
Hallo zusammen,
die neue 3D-Darstellung... schon klasse... Linien drücken nicht mehr durch und schaut schön schön aus, wenn auch etwas (zu) hell... bei Außenansichten.
Doch innen, warum auch immer, hab' ich diesen Blaustich..
abc
Wie kommt das wohl so zustande?
am 2026-03-05 02:18 PM
Hallo,
das sind die Flächen, die kein Sonnenlicht erreicht. Wenn du die Sonnenposition veränderst, dann verändert sich auch dieser Schattenverlauf entsprechend. Wenn du im 3D-Fenster den Schatten aktivierst, dann hast du mehr "blaue Flächen". Du kannst es auch ganz gut am Fenster beobachten - schaust du von innen nach draußen, fällt dir am Fensterrahmen dieser bläuliche Schimmer auf.
Ich habe versucht, diesen Effekt über die Einstellungen des Sonnenlichts zu beeinflussen, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Allerdings hat die Tageszeit einen Einfluss auf den physikalischen Himmel. Das heißt, du kannst mit der Uhrzeit experimentieren – vielleicht findest du eine Tageszeit, bei der dir die Schattenwirkung besser gefällt.
LG
2026-03-05 06:12 PM - bearbeitet 2026-03-05 06:14 PM
Danke mal für die Erklärung!
Stimmt, alles was verschattet ist, wird so bläulich....
... und bei Darstellung mit Schatten.wird berücksichtigt, dass das Sonnenlicht nicht direkt in die meisten Bereiche eines Gebäudeinneren scheint... so wird dann alles blau.
Ohne Schatten, mit der Sonne im Rücken bekommt man ein ganz ordentliches Bild hin... mit Ausnahme von Decken-Untersichten... Licht von unten wird durch den Boden blockiert.
Bei 1° Vertikal-Winkel... sunset mood
sunbset
(Zu welcher Tageszeit ist der Himmel eigentlich weiß 😉)
Die weiteren Sonnenlich-Einstellungen für das 3D-Fenster bleiben ohne Auswirkungen.
am 2026-03-05 06:21 PM
@snow schrieb...
(Zu welcher Tageszeit ist der Himmel eigentlich weiß 😉)
Naja, bei uns im nebligen schweizer Mittelland die letzten drei Monate gefühlt zu jeder ausser Nachts 🙄
Gruss, poeik
am 2026-03-05 08:02 PM
Der physikalische Renderer in Archicad ist einfach Müll. Das siehst Du insbesondere, wenn Du andere physikalische Renderer zum Vergleich nimmst, D5 oder Lumion zum Beispiel.
am 2026-03-06 08:54 AM
Ist ja eine Experimental-Funktion… und zeigt nun beim Gebrauch, ofenbar die Schwäche, dass es nur gerichtetes Licht gibt und wohl überhaupt kein Streulicht.
So werden die Decken-Untersichten niemals hell erscheinen – inzwischen hab' ich festgestellt, dass negative Sonnen-Vertikal-Winkel einfach Nacht bedeutet... wie in echt 🌚. (Mondschein gibts nicht...)
Das reizvolle ist halt, dass es in Archicad mit drin ist... und mir geht es eher darum beim entwerfen / konstruieren immer eine "gute" 3D-Darstellung zu haben... um schnelle einen aufschlussreichen eindruch zu erhalten... nicht um schöne Bilder für Präsentationen...
(Enscape wäre da noch gut (geht sogar biderektional in Echtzeit)... kostet aber halt...
am 2026-03-06 10:54 AM
Moin. Seien wir für einen Moment mal ernsthaft. Dann müssen wir uns fragen, wofür gibt es diese Form der Darstellung? Also, was ist der Zweck? Es muss einen Zweck geben, denn sonst hätte GS nicht das Geld investiert.
Ich habe sehr lange sehr gerne mit Indigo Renderer gearbeitet. Leider wird das Produkt nicht mehr weiterentwicklt. Mir ging dabei in erster Linie nicht um hübsche Bilder, sondern um eine realistische Einschätzung der natürlichen Lichtverhältnisse. Also genau das, wofür physikalische Renderer entwickelt worden sind. Mit Hilfe der Materialdatenbank darin, insbesondere der phantastischen Saint-Gobain-Glasbibliothek, erzeugte man relativ schnell z.B. aus SketchUp entwurfsverwertbare Bilder. Und wenn man es weiter trieb, auch wirklich fotorealistische Renderings mit sehr realistischem, natürlichem Licht.
Mein Punkt ist: in der jetzigen Form ist dieser Renderer in Archicad nicht zu gebrauchen. Es gab bereits in der Vergangenheit Produkte, die das schon viel besser hinbekommen hatten, inkl. freie Produkte wie den Cycles-Renderer in Blender. Den könnte GS zum Beispiel lizensieren und einbauen. Oder den physikalischen Renderer aus C4D. Alles wäre besser und auch sinnvoll nutzbarer als das, was jetzt eingebaut ist.
Diese mangelhafte Funktionlität ist daher etwas, was mich wieder auf mein ewiges Thema führt: wer verantwortet eigentlich das Produktmanagement und wer gibt die Entwicklung solcher Funktionen frei, anstatt die Entwicklerkapazität (die offensichtlich unzureichend ist) auf die echten Probleme anzusetzen?