am 2026-04-01 03:12 PM
Hallo zusammen,
viele von uns müssen ja aktuell um ihre geliebten Kauflizenzen bangen. Version AC 30 soll die letzte sein, die mit Lizenz+Servicevertrag verfügbar sein wird, alles danach ist nur über das Abo erhöltlich. So zumindest der mir bekannte Stand.
Mir stellt sich die folgende Frage:
Muss ich nach Version 30 eigentlich noch jährlich meinen Servicevertrag bezahlen, um ebendiese Version weiterhin nutzen zu können? Wenn ich nicht auf das Abo-Modell wechsle, gibt es ja auch keine neuen Versionen, wofür ein Servicevertrag nötig wäre. Kann ich deswegen also meinen Servicevertrag kündigen und mit meinen damals bezahlten Lizenzen einfach weiterarbeiten, bis ich mich dazu entscheide, wieder die neue Version zu beziehen?
Ich finde auf diese Frage leider noch keine Antwort und habe vom Support dazu keine Rückmeldung bekommen. Vielleicht weiß jemand aus der Nutzer:innen-Gemeinschaft in dieser Sache bescheid und kann mir weiterhelfen.
am 2026-04-01 04:17 PM
Uns wurde es so erklärt, dass nach dem Release der AC30 kein Servicevertrag mehr angeboten wird. Die Inhalte und AddOns des Servicevertrag würden dann auch nicht mehr verfügbar sein.
am 2026-04-01 04:52 PM
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Keine Inhalte mehr aus dem Servicevertrag - das ist zwar eine Einschränkung, aber man kann bestimmt trotzdem noch gut arbeiten.
Kann ich mit meiner Softwarelizenz dann also trotz gekündigtem Servicevertrag noch in Archicad 30 arbeiten oder wird mir der Zugang komplett gesperrt, sobald ich nicht mehr jährlich meinen Vertrag zahle?
am 2026-04-01 04:55 PM
Dazu würde ich meinen ArchiCAD-Berater befragen. Meine Kenntnis genügt nicht für eine belastbare Aussage.
am 2026-04-02 03:20 PM
Ich habe folgende Antwort erhalten:
1. Fall - auf ewig AC30: Nix tun, Servicevertrag läuft weiter, jedoch +10% fürs nächste Jahr, und AC30 kommt noch ins Büro. Servicevertrag wird dann wohl den Rest der Laufzeit eher überdurchschnittlich teurer (Strafzahlung) und nach Ablauf fallen alle "Verbesserungen" dann auf AC30 Ursprung wieder weg. AC30 bleibt dann ohne den 2027, 2028 erhaltenen Updates lebenslang auf 2026er Stand ohne weitere Zahlungen. Lebenslang bezieht sich auf Betriebssystem, wenn sich da was zu Ungunsten ändert, geht AC30 halt nimmer, Reparatur seitens GS erfolgt nicht.
2. Fall - 3 Jahres Abo inkl. Updates zum Preis des Servicevertrages. In 3 Jahren dann am selben Punkt angekommen, AC30 am Laufen inkl. mehr oder weniger brauchbare Updates/Zusatzpakete. Kündigt man dann, fallen die Updates/Zusatzpakete wieder ab, das ursprüngliche AC 30 bleibt ewig, oder man muss endgültig aufs Abomodell zum regulären Preis umsteigen.
3. Fall - auf ewig AC29: Jetzt kündigen. Keine weiteren Zahlungen mehr, Stand AC29 bleibt erhalten, gleiches Problem eventuell mit Betriebssystem.
Das gestern angekommene Angebot ist also ein günstigeres Abo für 3 Jahre als Übergang.
vor 4 Wochen
Na super! Klingt alles nicht toll! Und dann demnächst das doppelte zu zahlen ist echt eine Frechheit. Wenn’s wenigstens mehr könnte. Aber die ganzen Neuerungen der letzte Jahre verleiten bisher nicht dazu, das zu glauben.
Vielleicht muss man dann langfristig nach alternativen suchen. Und das nach fast 25 Jahren archicad.
Hat schon mal jemand vectorworks getestet?
vor 4 Wochen - zuletzt bearbeitet vor 3 Wochen
“…Hat schon mal jemand vectorworks getestet?“
Du weißt aber schon, dass es sich nicht um ein Graphisoft-Thema handelt, sondern alle Mitglieder der Nemetschek AG betrifft? Frag mal den Herrn Yves Padrines. Der erzählt dir mal die Geschichte https://www.focus.de/magazin/archiv/interview-fuer-uns-gibt-es-noch-viel-platz-fuer-wachstum_id_2454... vom Wachstum. Allplan war der Beginn. Es trifft alle.
Abgesehen davon; wenn du tatsächlich noch mit AC19 gemäß Disclaimer arbeitest, weißt du ja wie lange so eine Version „haltbar“ ist. Es gibt aktuell zwei Wege: Conversion annehmen oder aus dem Forward / ArchiCard-Vertrag aussteigen und schauen, was sich mittelfristig die nächsten 3-5 Jahre ergibt.
vor 3 Wochen
Nein, das ist nicht aktuell. Ich hab nen Service-Vertrag (noch) und aktuell AC29. Allerdings aufgrund der geringen Kompatibilität mit alten Projekten überwiegend noch 28. Frage mich im Übrigen jetzt, ob ich 29 und 30 dann überhaupt noch nutzen kann, wenn die meisten meiner alten Projekte eh nur mit 28 laufen.
Dass das künftig alle Programme betrifft, ist mir klar und dass alles irgendwie immer teurer wird auch. Aber ich finde die anstehende Preissteigerung schon krass und vom Mehrwert nicht nachvollziehbar. Ansonsten arbeite ich natürlich täglich mit AC und hab auch keine Lust das zu ändern. Aber ohne erkennbar mehr Features plötzlich so hohe Mehrkosten zu haben klingt absurd.
vor 2 Wochen
Wenn du jetzt den Servicevertrag kündigen würdest, bleibst du auf der Version stehen die bis zu deinem Vertragsstichtag erhältlich war. Mit dieser kannst du dann so lange arbeiten wie es techn. möglich ist (Betriebssystem Updates, etc.) das wird auch so bei Archicad 30 sein.
Wenn du nicht das Conversionangebot nutzt und deinen Servicevertrag in ein Abo wechselst bleibst du auf Version 30 stehen. Infos dazu bekommst du von deinem Händlerpartner.
Diese Lizenz wird weiterhin funktionieren, nur die Installation von AC30 womöglich nicht auf den zukünftigen Betriebssystemen.
LG Clemens
vor 2 Wochen
Sollte sich das Betriebssystem tatsächlich maßgeblich verändern, wird's sicher einen Emulator für ArchiCad geben, oder der PC wird halt weiter mit dem alten Betriebssystem betrieben. War bei uns im Büro mit so einer exotischen uralt CAD Software aus 1985 oder so auch nicht anders, mit dem ein Kollege bis zur Pensionierung im Vorjahr weiter gearbeitet hat.
Also vor dem Schreckgespenst Betriebsystemwechsel fürcht ich mich nicht, hab außerdem nur mehr 6 Jahre bis in die Pension. Somit AC30 und Schluss mit Zahlungen an Graphisoft.