am 2026-03-31 03:44 PM
Der Servicevertrag kann anscheinend weiterlaufen, aber man kassiert jedes Jahr pauschal 10 % mehr und hat dann nicht alle Funktionen?
Aber lieber Kunde, du hast die Wahl.....
Einseitige Preiserhöhungen von 10 % jährlich gelten im gewerblichen Bereich (B2B) oft als unangemessene Benachteiligung, wenn sie nicht durch konkrete Kostensteigerungen begründet und im ursprünglichen Vertrag genau so vorgesehen sind.
am 2026-03-31 04:23 PM
Aber genau das scheint Graphisoft mit der Vertragsanpassung für Bestandskunden ab 2023 beabsichtigt zu haben. In den neuen Verträgen steht deutlich, dass Graphisoft die Kosten ohne Nachweis – und damit möglicherweise willkürlich – um bis zu 10 % erhöhen darf. Selbst ein Sonderkündigungsrecht wird in diesem Zusammenhang nicht eingeräumt.
Wie dem auch sei: Soweit ich es verstanden habe, hat Graphisoft den alten Servicevertrag für die legendäre ARCHICAD ohnehin zum Ende 2026 gekündigt. Es gibt dann nur noch das Abo-Modell.
Ich lebe sehr gut mit meiner alten Archicad-Lizenz und ohne vertragliche Bindung an Graphisoft. Mein Rat an euch: Lasst euch nicht alles gefallen!
2026-03-31 08:25 PM - bearbeitet 2026-04-01 07:22 AM
Hallo Torsten,
Deinen Thread hab ich erst jetzt gesehen. Aber heute Mittag nach Erhalt der „frohen Botschaft“ habe ich folgende Zeilen an den Vetrieb gerichtet:
„…
am 2026-04-01 06:07 PM
Schade das viele dass so einfach hinnehmen. Eigentlich wäre das ein Thema für die ARC-Kammern. Mit einer Klage gegen das ABO-Modell würde man nicht weit kommen aber eine Klage bezüglich der Art und Weise/ Umgang mit Bestandskunden könnte...
1. Unwirksamkeit der Preisanpassungsklausel (§ 307 BGB)
2. Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB)
3. Verstoß gegen das Kopplungsverbot / Umgehungsverbot
und Graphisoft den Vertrag einfach kündigen könnte. Willkommen in der Welt der ...
Graphisoft hat Glück das ich nicht so viel Heu habe wie Elon Musk 🤣
Wünsche allen die sich darüber ärgern eine schöne sonnige Osterzeit.
am 2026-04-02 02:53 PM
So habe ich es nun nach Rücksprache mit A-Null (österr. Distributor von Graphisoft) verstanden: Entweder mit AC29 aussteigen, und halt ohne diese unbrauchbare und anderorts günstiger erhältliche KI und ohne Teamwork über Cloud bis zur Pensionierung weiter arbeiten, oder das Angebot den Servicevertrag in Abo umbauen, und AC30 erhalten. AC31 wird es dann nimmer geben, und es werden nur weitere Kugerln auf die überdimensionale Himbeere aufgeklebt (was auch immer das sein wird). Nach den 3 Jahren entscheiden zwischen endgültigen Ausstieg oder sauteures Abo weiter zahlen. Also kleine Architekturbüros Tschüss, große Bussibussi.
Beim Ausstieg dann 2029 fällt man auf die ursprüngliche Version AC30 zurück, also die in der Zwischenzeit aufgepickten Kugerln auf der Himbeere fallen wieder ab.
Für mich stellt sich die Befürchtung ein, dass diese Kugerln auf die sowieso schon riesengroße Himbeere eh nur Krebszellen sein werden, und keine echten ´Verbesserungen bzw schon gar keine Behebung der mittlerweile jahrzehntelang unreparierten Baustellen. Also wenn man grad kein international tätiges Architekturbüro mit vielfachen Millionenumsatz ist, wird man mit AC29 auskommen. Blöd, wenn sich am Betriebssystem was Grundlegendes ändert, und irgendwann dann AC29 nimmer öffnen lässt.
Nimmt man das Abo Angebot an, kann man AC29 durch AC30 Stand Herbst 2026 ersetzen.
Was mach ich also? Keine Ahnung, da ich wenig Vertrauen in Graphisoft hab, und denke, man wird bei AC30 nur die angezeigten Bilder bei der Installation und die Icon Farbe ändern, und Graphisoft freut sich, mich noch weitere drei Jahre an der Leine zu haben. Oder kommt mit AC30 noch wirklich was interessantes, was weitere 3 Jahre Abo halbwegs attraktiv macht?
Was meint ihr, bekommen wir eine ausgehölte Karotte vor die Nase gehängt, oder doch ein schönes Abschiedsgeschenk?