Name: Jochen Sühlo
Firmenname: b-prisma
Web: b-prisma.de - Hauptseite, professionelle GDL-Programmierung | raumreport.de - Website Raumreport | b-prisma.de/object-shop - GDL-Objekt-Shop | gdlschmiede.de - Community-Wissensplattform rund um GDL | gotogdl.net - GDL-Link-Portal | selfgdl.de - GDL-Lehrmaterialien
Land / Region: Hannover, Deutschland
Zielgruppe: Architekt:innen, BIM-Manager:innen
Unterstützte Sprachen: Deutsch vollständig | Englisch als Oberflächen-Sprache
Kompatibilität: Archicad-Version: 24 oder neuer für TAB-Text-Export und Python-Reimport. Bauteile-Import (Fenster, Türen, Objekte) ab Archicad 27 empfohlen. | Plattform: Server-seitig PHP 8.2+ mit SQLite - läuft auf gewöhnlichem Shared Hosting (z. B. all-inkl.com), lokal mit Herd oder MAMP, oder als Docker-Setup | Client-seitig: moderner Browser - Chrome, Firefox, Safari, Edge in aktuellen Versionen |Python-
Reimport: Python 3.9+ auf dem Anwender-Rechner; alle weiteren Bibliotheken installiert das Script beim ersten Aufruf selbständig Preismodell: Kaufversion und zeitlich begrenzte Demo-Version
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"Mein Name ist Jochen Sühlo. Ich bin Architekt und seit 2001 hauptberuflich als autodidaktischer GDL-Programmierer für Archicad-Anwender tätig. Mit meiner Firma b-prisma entwickle ich seit über zwei Jahrzehnten als Freelancer professionelle GDL-Bibliotheken, parametrische Objekte und Spezialanwendungen - darunter größere Shop-Konfigurations-Bibliotheken für die Expert-Gruppe (Elektrofachmärkte) und maßgeschneiderte Lösungen für zahlreiche Architekturbüros und andere Archicad-Anwender im deutschsprachigen Raum.
Neben der GDL-Programmierung pflege ich zwei Community-Plattformen - gdlschmiede.de als Wissens-Hub und selfgdl.de (zusammen mit Frank Beister entwickelt, neue redaktionelle Beiträge von Lucas Becker) mit Lehrmaterialien - weil ich überzeugt bin, dass das Archicad-Ökosystem von guten Tools und gut dokumentiertem Know-how lebt. Frühere Versionen von selfgdl.de und b-prisma.de habe ich selbst in Handarbeit als CMS in PHP, MySQL, HTML und CSS programmiert - Webentwicklung ist nicht ganz neu, aber bisher immer Community-fokussiert, nie als Werkzeug-Anwendung."
"Ich kam 2001 vom architektonischen Entwurf zur Programmierung - aus reiner Notwendigkeit. Damals reichten die Standard-Bibliotheken in Archicad für anspruchsvolle Planungen oft nicht aus. Statt jedes Mal Workarounds zu basteln, habe ich angefangen, eigene Objekte zu schreiben. Was als pragmatische Lösung für eigene Projekte begann, wurde nach und nach zu einem eigenständigen Berufsbild.
Was mich bis heute antreibt: Archicad ist ein erstaunlich offenes System. GDL, Properties, die Python-API - das sind alles Hebel, mit denen man präzise Werkzeuge bauen kann, die im Büro-Alltag wirklich Zeit sparen. Mit RaumReport habe ich diese Offenheit konsequent für einen Bereich genutzt, der in vielen Planungsprozessen erstaunlich analog geblieben ist: das Raumbuch."
"Seit 2001 - also ein Vierteljahrhundert. Angefangen mit GDL für Möbel, Beschläge und Sonderbauteile. Über die Jahre kamen größere Bibliotheks-Projekte, Beratung für Architekturbüros und Planungsabteilungen hinzu. RaumReport ist mein erster Vorstoß über GDL hinaus in eine vollwertige webbasierte Anwendung, die mit Archicad bidirektional zusammenspielt."
" RaumReport macht aus den Raumdaten eines Archicad-Modells ein professionelles, kollaboratives Raumbuch - ohne dass irgendjemand außer dem Planer selbst Archicad öffnen muss. Die Anwendung läuft im Browser, Daten werden per Tab-Text-Export aus Archicad einmal hochgeladen, und ab dann arbeitet das gesamte Projektteam auf derselben Datenbasis. Änderungen aus dem Raumbuch können per Python-Script direkt zurück in das Archicad-Modell geschrieben werden - der bidirektionale Workflow ist das Herzstück.
"In über zwei Jahrzehnten als GDL-Entwickler habe ich aus der Nähe gesehen, wie Architekturbüros Raumbücher pflegen - und es war fast immer der gleiche Schmerz: Excel-Tabellen, die parallel zum Archicad-Modell gepflegt werden, händisch gespiegelt, regelmäßig nicht synchron. Dabei steckt in jedem Archicad-Raum bereits eine Fülle struktureller Information: Nettofläche, Wand-, Boden- und Deckenflächen, Raumnummer, Bauabschnitt - alles vorhanden, aber im Raumbuch-Excel doppelt eingetragen.
Der Auslöser war die intensive Beschäftigung mit KI-Agenten. Als mir das Potenzial von KI-generierten Webinhalten Mitte 2025 vollständig bewusst wurde, war klar: das gehört aus Archicad heraus generiert - bidirektional, kollaborativ, web-basiert.
Anfang 2026 lief der erste Prototyp. Fünf Monate später, im Mai 2026, ist Version 2.8 als Beta-Version verfügbar."
"Drei große Themen:
Erstens: Vom Solo-Tool zur Multi-User-Anwendung mit BIM-Integration. Seit Mitte 2025 habe ich KI-gestützt rund zwei Dutzend Webanwendungen gebaut - von einer einfachen Einkaufsliste über eine Faktura-Software bis zu einer kompletten GDL-Entwicklungsumgebung. RaumReport ist davon mit Abstand das umfangreichste Vorhaben: meine erste vollwertige Mehrbenutzer-Anwendung mit bidirektionaler BIM-Integration, Rollensystem, Audit-Trail und produktivem Druck-Output. Ich habe sie - wie alle vorigen - bewusst als Mensch-KI-Co-Creation entwickelt. Alle architektonischen Entscheidungen, das Domain-Modell, die Anforderungen, jede Spec, jeder Test stammen von mir als Architekt und langjähriger Archicad-Insider. Die konkrete Code-Implementierung - Laravel-Controller, Blade-Views, SQL-Migrations, mPDF-Templates, Python-Skripte - entstand in enger Zusammenarbeit mit Claude Code, einem KI-gestützten Entwickler-Werkzeug von Anthropic.
Das hat zwei Effekte: Erstens konnte ich eine Anwendung dieser Größenordnung in unter sechs Monaten produktiv bauen, ohne meine 25-jährige GDL-Arbeit zurückzustellen. Zweitens - und das ist die eigentliche Erkenntnis - wirkt sich das Co-Creation-Modell positiv auf die Code-Qualität aus. Die KI hinterfragt jede Annahme, schlägt Alternativen vor, schreibt Tests ein, dokumentiert. Bei einer Solo-Arbeit als Architekt-Programmierer hätte ich vieles nicht so sauber gebaut. Ich sehe das als ein neues Architektur-Handwerk: Vision und Fachwissen kommen vom Menschen, präzise Ausführung von einer fähigen KI - wobei der Mensch die Verantwortung für jeden Entwurfsschritt behält. Das ist kein „Vibe-Coding”, sondern systematische, spec-getriebene Entwicklung mit einem extrem leistungsfähigen Co-Piloten.
Zweitens: Der bidirektionale Rückkanal nach Archicad. Properties beim Reimport zuzuordnen klingt einfach, ist aber tückisch. Verschachtelte Sub-Sektionen ([H1]-Header in der TAB-Vorlage), Continuation-Gruppen, DIN-276-Codes als Property-Namen-Präfixe - das System muss alles flach auf Archicad’s Property-Gruppen abbilden. Der erste Wurf hat Properties einfach in der nächstbesten Gruppe gesucht und ist still gescheitert. Es brauchte eine saubere „Top-Level-Section-Tracking”-Logik, damit auch ein Feld in einer Beschläge-Untergruppe korrekt in der Innentüren-Gruppe von Archicad landet.
Drittens: Shared-Hosting-Realitäten. Die Zielgruppe sind Architekturbüros, nicht IT-Abteilungen. Die Anwendung muss auf einfachem Shared Hosting wie all-inkl.com laufen - kein root-Zugriff, keine custom Cron, keine SSH. Das hat einige Architektur-Entscheidungen geprägt: SQLite statt MySQL (keine Datenbank-Konfiguration nötig), Foto-Auslieferung über eine PHP-Route statt über storage:link-Symlinks, selbst-installierendes Python-Reimport-Script statt Anwender-seitiger pip install-Anleitungen."
"Eine Erkenntnis, die mich überrascht hat: Wie sehr die Anwender selbst zur Architektur beigetragen haben. In Vorgesprächen mit befreundeten Architekturbüros ist immer wieder deutlich geworden, wo meine Entwickler-Logik vom realen Büro-Alltag abweicht. Ein Beispiel: Im Original-Workflow musste man jedes Mal, wenn man einen Wert zu einer Auswahlliste hinzufügen wollte, den Dialog erneut öffnen - der hat sich nach jedem Klick geschlossen. Erst durch das Feedback eines Anwenders, der zwanzig Werte am Stück nachpflegen wollte, ist das zu einer Session-basierten „Liste bleibt offen”-Logik geworden.
Ein zweites Highlight, technisch gesehen: Das Python-Reimport-Script richtet sich beim ersten Aufruf komplett selbst ein. Es prüft, ob es schon in einer eigenen virtuellen Python-Umgebung läuft, legt eine an wenn nicht, installiert das archicad-Modul von GRAPHISOFT, und startet sich dann selbst neu in der virtuellen Python-Umgebung. Der Anwender muss nur Python installiert haben - alles andere geschieht beim Doppelklick."
"Drei klare Mehrwerte:
Daten bleiben mit dem Modell verbunden. Statt parallel ein Excel zu pflegen, das morgen schon veraltet ist, wird das Raumbuch aus dem Modell gespeist und kann zurück ins Modell schreiben. Wenn der Bauherr in der Bemusterung einen Bodenbelag ändert, fließt diese Änderung beim nächsten Reimport direkt in die Archicad-Eigenschaft des Raums.
Das gesamte Projektteam kann mitarbeiten - auch ohne Archicad-Lizenz. Innenarchitekten, Bauherren, Bauleiter, Fachplaner, externe Berater: alle bekommen einen Browser-Zugang mit passender Rolle. Damit wird das Raumbuch zum echten Kollaborations-Werkzeug, statt zu einer One-Way-Liste vom Architekturbüro an alle anderen.
Bundes- und Behördenstandards wie die RAS 0550 sind ohne manuelle Tabellen-Bastelei erfüllbar. Die Vorlage definiert DIN-276-Kostengruppen, spezifische Header-Layouts, GWiNr-Spalten - RaumReport rendert das genauso, wie es die verbindliche Planungsvorgabe verlangt."
"Was ich auf jeden Fall sagen kann: Die GDL-Community ist klein, aber sehr engagiert. Über die Graphisoft-Community und Discord stehe ich seit Jahren in regelmäßigem Austausch mit deutschsprachigen Archicad- und GDL-Profis. Anregungen und Bug-Reports aus diesem Umfeld fließen direkt zurück in RaumReport."
"Das nächste große Thema ist ein Theme-System für Layout-Vorlagen mit geführtem Wizard. Aktuell ist die Anwendung optisch in einem Stil - das funktioniert für die meisten Büros, aber wer Bundes-Projekte macht, braucht das RAS-0550-Layout, und wer privat baut, will vielleicht etwas Wärmeres. Der Wizard soll in 5 Schritten durch die wichtigsten Entscheidungen führen (Theme, Identität, Akzente, Foto-Slots, Vorschau) und am Ende eine fertige Layout-Vorlage ausspucken.
Mittelfristig: - Mehrere Theme-Pakete - Klassisch, RAS 0550, BImA-Standard, ein Architekt-Theme, ein Minimal-Theme - Live-PDF-Vorschau während der Wizard-Konfiguration - Erweiterter Bauteile-Workflow mit konfigurierbaren Property-Filtern - Mehrsprachige Oberfläche über die deutschen/englischen Texte hinaus."