am 2026-04-01 03:12 PM
Hallo zusammen,
viele von uns müssen ja aktuell um ihre geliebten Kauflizenzen bangen. Version AC 30 soll die letzte sein, die mit Lizenz+Servicevertrag verfügbar sein wird, alles danach ist nur über das Abo erhöltlich. So zumindest der mir bekannte Stand.
Mir stellt sich die folgende Frage:
Muss ich nach Version 30 eigentlich noch jährlich meinen Servicevertrag bezahlen, um ebendiese Version weiterhin nutzen zu können? Wenn ich nicht auf das Abo-Modell wechsle, gibt es ja auch keine neuen Versionen, wofür ein Servicevertrag nötig wäre. Kann ich deswegen also meinen Servicevertrag kündigen und mit meinen damals bezahlten Lizenzen einfach weiterarbeiten, bis ich mich dazu entscheide, wieder die neue Version zu beziehen?
Ich finde auf diese Frage leider noch keine Antwort und habe vom Support dazu keine Rückmeldung bekommen. Vielleicht weiß jemand aus der Nutzer:innen-Gemeinschaft in dieser Sache bescheid und kann mir weiterhelfen.
am 2026-04-29 12:54 PM
Ich habe zwar noch kein Angebot von GS erhalten, aber einige Vorab-Infos, die sich mit euren Berichten decken. Für mich ist jetzt schon so gut wie sicher, dass ich den von Aggstein beschriebenen 1. Fall wahrnehmen werde, also AC30 mitnehmen und dann ohne Servicevertrag mehrere Jahre damit weiter arbeiten. Ich hoffe einfach darauf, dass sich in der Zwischenzeit etwas tut und dann andere Optionen zur Verfügung stehen. Nach wie vor ist AC für mich das Programm mit dem ich arbeiten möchte, aber ich sehe schon seit einigen Versionssprüngen keinen wirklichen Gegenwert mehr zu den jährlichen Kosten. Im Gegenteil: ich mache schon seit Jahren nicht mehr jeden Versionssprung mit, weil sich der Migrationsaufwand einfach nicht lohnt.
vor 2 Wochen
Ich verfolge die Diskussionen hier im Forum nun schon länger und muss meinem Ärger jetzt auch mal Luft machen. Die extremen Preiserhöhungen und der Zwang auf ein preislich überzogenes Abo-Modell sind schlichtweg eine Frechheit. Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass es hier nicht mehr um die Weiterentwicklung einer großartigen Software für Architekten geht, sondern primär um die Befriedigung von Aktionären und Gewinnmaximierung.
Wenn man sich die neuen Features anschaut, wird das Problem noch deutlicher: Fast alles ist auf die Workflows von großen, international agierenden Büros ausgelegt. Schön und gut für die Global Player, aber die Realität sieht doch anders aus. Die Mehrheit der Architekturszene besteht aus kleinen und mittleren Büros.
Genau diese kleinen Nutzer, die Archicad oft seit Jahrzehnten die Treue halten, bleiben komplett auf der Strecke. Wir zahlen die Zeche für Funktionen, die wir im Alltag nie brauchen, während grundlegende, praxisnahe Verbesserungen für den "normalen" Planungsalltag fehlen. Wenn das so weitergeht, treibt Graphisoft genau die Basis in den Ausstieg, die das Programm erst groß gemacht hat.