Freitag - zuletzt bearbeitet Freitag
Hallo zusammen,
ich habe ein GDL-Objekt entwickelt, das eine Wand mit echtem Mauerwerksverband (Läuferverband) darstellt – mit einzeln modellierten Ziegeln und Fugen statt einer Textur. Ziegelformat (aktuell 210x100x50mm) und Fugendicke (aktuell 10mm) sind frei einstellbar, ebenso wie Wandlänge und -höhe, eine Sockelschicht (Perinsul-Dämmstein). Zusätzlich sind integrierte Fanghaken (Snap-Punkte) vorhanden, mit denen sich exakt auf die Ziegelkanten fangen lässt.
1. Frage: Ist es möglich, eine Tür oder ein Fenster in dieses GDL-Objekt zu integrieren, wobei die Ziegel an der Stelle der Öffnung automatisch ausgeschnitten werden? Sowie bei den Wand-Tool.
Frage 2: Bietet das Wandwerkzeug die Möglichkeit, reale Ziegelformate und Fugenmaße darzustellen, mit denen die Planung präziser ausgeführt werden kann (statt Textur)? Das wäre eine wichtige Funktion.
Danke für eine Rückmeldung
gestern
1. Nein und nein.
2. Nur über Oberflächenschraffuren und Texturen, die du aber auch manuell platzieren müsstest.
So ein Objekt ist was für Details. Ich habe sowas auch mal geschrieben, aber nicht für 3D erweitert, weil das IMHO wenig Anwendungsfälle dafür gibt. Ich habe damit aber sehr präzise Details planen können.
Interessant wird es ja erst, wenn du an Sondersituationen kommst. Ecken, Wandenden, Öffnungen, Sturz, Rollschichten, Grenadierschichten, Ziebänder oder - flächen ... und das nicht nur im Läuferverband, von dem es ja auch Varianten gibt.
Das ist sehr komplex Mauerwerkskunst in Parameter einzufangen.
gestern
Danke für die Rückmeldung,
das greift zu kurz nach meiner Ansicht. Die Einordnung "nur für Detailplanung" trifft den eigentlichen Nutzen nicht: Wenn die Ziegelfassade samt Verband schon in der Entwurfsphase korrekt durchgeplant ist, lässt sich LPH5 ohne unnötige Anpassungen und Fehlerquellen durchlaufen – statt Wandmaße und Verband erst nachträglich in der Ausführungsplanung zu korrigieren oder zu Plannen.
Eine Oberflächentextur kann das grundsätzlich nicht leisten, da sie weder Maßgenauigkeit noch eine geometrische Prüfung von Höhe und Länge gegen das Ziegelraster bietet – rein visuell, ohne Bezug zur realen Passung.
Für eine professionelle BIM-Software sollte eine solche Funktion – frühzeitiger Abgleich von Wandgeometrie mit realem Ziegelformat und Verband – daher Standard sein.
vor 15 Stunden
Wenn es dir um die Mauerwerksmaße geht, empfehle ich dir entweder den Kollegen diese nochmals zu erläutern oder kleine Tabellen auszuteilen. Das ist, wie es schon immer war. Einfach und es muss nicht über Rechenleistung simuliert werden.
vor 13 Stunden
Hallo MH2025,
wo Du hin willst, das ist mir klar,
Dein Weg schein mir recht umständlich und wird viel Rechenleistung fressen.
Ich halte es eher mit dieser Skizze aus dem Jahr 1993 (!!!) und einem echt überschaubaren Teil Kopfarbeit.
Siehe Skizze!
Na? Ist das ein g....Teil?
Das ist seit 1995 in Papierform in meinem Besitz und hängt seither stets neben meinem Schreibtisch.
Das ist noch das Originalblatt, also schön vorsichtig anschauen und NICHT berühren! ;--)
(Quelle meinerseits NICHT mehr nachvollziehbar)
Vertikale Ermittlung ist auch wichtig
DF = 240 x 115 x 52 mm
NF = 240 x 115 x 71 mm
2DF = 240 x 115 x 115 mm
Vertikal rechnet man immer in 250 mm Schritten (klappt für (2)DF und NF), das sind bei NF 3 Lagen und bei DF 4 Lagen und gibt noch 'ne Fuge f.d. Sturz-Auflager dazu.
Deshalb kommt bei den Öffnungshöhen ein Vielfaches von 250 + Einzelsteinlagen nebst deren Fugen + 10 mm raus.
Die 250 mm setzten sich zusammen aus : FUGE Stein FUGE Stein FUGE Stein.
Die 250 mm setzten sich NICHT zusammen aus: Stein FUGE Stein FUGE Stein FUGEN.
Grund: Ein Stein liegt IMMER auf einer Fuge.
Jaahaaa - Trockenmauern und Mauern früher Hochkulturen ausgenommen.
Z.B.
1,01 x 1,095
Das sind 4 NF breit, nebst deren 4 Fugen + 1 Fuge (da man ja NICHT die eine Leibung mit 10 mm Fugen verputzen will).
Und das sind 13 NF-Lagen + die Fuge als Sturzauflager und ein wenig Rundung.
Unten beiu der Öffnung gibt es diese Fuge nicht, da ja die Steinreihe durchgeht und die Leibungen die Sohlfuge erhalten.
Als Unterstes kommt eine Kimmsteinlage oder eine Rollschicht.
Ohne Rollschicht sieht es m.E. falsch aus.
Sperrungen gegen aufsteigende Feuchte nicht vergessen!
In den Schneider-Bautabellen oder dem Neufert findest Du das alles auch im Kapitel "Mauerwerk..."
Eine DIN Norm wird es auch geben, vermutlich mit einer recht kleinen Nummer, da sie vermutlich recht alt ist.
Grüße
Mario
vor 11 Stunden
Genau das meinte ich mit meinem Post. 😀 Das sollte in der Regel reichen.