abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 
DE
abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 
thopas
Enthusiast

Umgang mit Putzschichten

Liebe Community,

 

es gibt eine Sache, an der ich immer wieder grübele. Wenn man Putzschichten über mehrschichtige Bauteile löst, dann fangt man an Wände bei jedem Schacht oder Lagerraum zu zerstückeln. Also ist eine Putzschicht eher eine Eigenschaft der Räume. Wenn man aber GK-Wände in einem Raum hat, möchte man ja nicht, dass der Raum einem eine Putzschicht davor setzt. Wenn man die Putzschicht als einzelnes Bauteil betrachtet, dann muss man alle Öffnungen, wie Fenster, Türen,etc. nachmodellieren.

 

Wie löst ihr denn das?

 

Gruß von T aus D am R 

22 ANTWORTEN 22

Wenn Putzschichten im mehrschichtigen Bauteil als "Bekleidung" definiert werden kann man sie ja mittels Strukturdarstellung "ohne Bekleidung" ausblenden. Allerdings wird dann auch die Bemassung ausgeblendet und man muss sie für den anderen Drstellungsmodus neu erstellen. Dämmung ist als weder Bekleidung noch Kern, bleibt also eingeblendet. 

AC 6,5 - 28 (-30) | GER WIN | i7-9700K | RTX 3070 | 64GB
snow
Moderator

Ich wollte dich schon fragen, wieviel Ironie in der Frage steckt... 😉

 

Man hat ja dieses Konzept mit der sogenannten 'Strukturdarstellung' eingeführt, um das zu managen...

Das Problem ist aber, dass es zumindest 'einfach so' erst mal nicht durchgängig funkstjoniert.

 

Im Grundriss mit Laibungsputz... ja geht erst mal (man muss aber den Widerspruch in den Fenstereinstellungen akzeptieren, zwischen 'Kein Schichteinzug' und 'Wandputz einziehen... Automatisch...'

snow_0-1786088258262.png

)

Will man das im Schnitt korrekt haben, wird's schwieriger.

Für Öffnungselemente gibt es keinen Sturz-Laibungsputz... was eben daran liegt, dass dieses Stück nie ein 3D-Element ist... auch nicht für die seitliche Laibung... aber da wird sozusagen gebastelt, dass es so aussieht.

 

Was auch erst mal nicht passt: Anschluss Bodenaufbau. Man hat ja dann eine 'Putzlücke'

Ich hab da mal gebastelt mit Verschneidungszahlen etc.   irgendwie gings... braucht aber viel Organisation dafür.

 

Es gibt noch viel mehr so Zeug: Anschlüsse aller Art, offene Enden etc. etc.

Und dann noch die Sache mit der Bemaßung:

Es ist sicher von Vorteil, dass es möglich ist unterschiedliche Bemaßung für mit und ohne Bekleidung haben zu können... aber ich möchte da bitteschön selbst entscheiden können, ob ich das will oder nicht.

 

Ich träum auch davon, beides haben zu können... ohne und mit Bekleidung

Momentan scheint mir das aber noch nicht wirklich möglich sein zu können... so das es wirklich passt...

 

Archicad For Future F R E E D O M for-COLORS
______________________________________


archicad versions 8-29 | mac os 13 | win 11
Hmooslechner
Moderator

Ist ein Konzept-Durcheinander hier... und natürlich auch in meinem eigenen Kopf..

Es stimmt - und ich habe es auch jahrelang vertreten - daß wir als Planer immer 
"gesamt" denken sollten - also mit allen Schichten. Aber gehen wir es von Anfang an neu im Geist durch.

 

Denken wir in "Gebäude" oder denken wir in "Plan"?

 

Pläne sind Arbeitsanweisungen für ganz bestimmte Leistungsträger:

 

Bauherr:

Als "Plan-lese-Neuling" muß er üblicherweise erst "angelernt werden", wie ein Plan zu lesen ist und benötigt daher vereinfachte 2D-Darstellungen in Verbindung mit ansprechendem 3D, damit seine Neuronen die Verbindung zwischen 2D-Plan und 3D-Volumendarstellungen hinbekommen, damit er kontrollieren kann, daß er später bekommt, was er will.

 

Behörden:

Der Einreichplan soll der Behörde ermöglichen, zu prüfen, ob ein Bau-Vorhaben den festgelegten Kriterien des Bebauungsplanes der Gemeinde entspricht, die Nachbarschaftsrechte eingehalten werden und ebenso den ev. Vorgaben von Denkmalschutz usw..

Was muss die Behörde also vom Planer bekommen?

geoemtrische Ausmaße. Ansichten, Materialien, genaue Lage im Grundstück - "und aus".

 

"Mehr" liefere ich der Gemeinde zur Bauverhandlung auch nicht. 

 

Ausführende:
Polierpläne und Detaile sollten mit dem genehmigten Einreichplan und der Ausschreibung (Angebot) zusammenstimmen und den gesetzlichen und technischen Richtlinien entsprechen, damit sie als Arbeitsanweisung gelten können.

 

Üblicherweise beginnt man zuerst mal mit dem tragendem Rohbau. Deshalb stehe ich heute auf dem Standpunkt, daß wir die Polierpläne eigentlich in 2 Phasen liefern sollten - einmal Rohbau und dann später Ausbaupläne - was derzeit leider (noch) nicht üblich ist. Im Polierplan wird üblicherweise Roh- und Ausbau in einen Plan gepackt, was äußerst unübersichtliche Pläne ergibt.

 

Allerdings - wenn man dies 2-phasig anlegt, dann müssen "die Bauangaben" (Löcher für Leitungen) auch im Rohbau richtig eingetragen sein..


Daraus ergibt sich für mich:


Wenn ich mir nun diesen Ablauf also in einen Workflow für Architekten übersetze, dann sollte ich zumindest schon sehr früh die BauteilAufbauten in Schichten für mich festgelegt haben - also für jedes Bauteil die Aufbauten "haben", damit sich später keine unnötigen Planänderungen ergeben.

Früher habe ich gedacht, es wäre sinnvoll, diese Schichten-Aufbauten gleich möglichst früh in Archicad zu nutzen - quasi schon beim Entwurf, spätestens aber schon in der Einreichungs-Phase, aber heute denke ich anders...

Heute würde ich einschichtig mit neutralem Baumaterial beginnen - allerdings mit Bauteil-Dicken, die sich aus den zuvor festgelegten Aufbaudicken ergeben.  Der Vorteil: Ich muss mich nicht mit Schichten-Anschussproblemen in Arbeitsphasen herumschlagen, wo mich das von der eigentlichen Arbeit - dem Raumkonzept und der architektonischen Gestaltung - nur ablenkt.

 

Archicad hat es dann auch viel einfacher mit einer flüssigen Darstellung, weil wesentlich weniger Berechnungen der Grafikdarstellung nötig sind. Für die Behörde und dem Bauherrn kann ich sehr viel einfacher die Oberflächen anpassen.

 

Wenn ich dann später in die Polierplan-Phase komme, dann kann ich ja mit wenigen Klicks diese einschichtigen Wände auf die vorbereiteten Mehrschichtigkeiten umstellen und daraus dann die beiden Polierplanphasen herstellen, ohne, daß sich geometrisch am Gebäude irgendwas  ändert.  In dieser Phase ist dann das 3D üblicherweise nicht mehr relevant, denn es geht nur mehr im eine reine 2D-Plan-Darstellung als Arbeitsanweisungen für die Ausführenden. 

 

Wenn ich immer alle Schichten-Darstellungen von Anfang an in meiner Arbeitsweise mitschleppe, bürde ich mir nur unnötige Probleme in Arbeitsphasen auf, wo ich dies gar nicht brauchen kann. 

Aber auch in meinem Workflow-Modell müssen die Schichten zuvor zumindest festgelegt sein, damit man später nicht in Platzprobleme kommt.

Wenn die Vorgaben für Planer aber anders aussehen, dann sollte man diese Vorgaben mal anpassen. Beispielsweise Angabe von Raumflächen ausgehend vom Putz oder vom Rohbau. Hier stehe ich auf dem Standpunkt - gelten sollte immer "das fertige Produkt" - also die echten fertigen Maße eines Raumes - also Putz-Außenkante - nicht Rohbau. Das würde dann vieles vereinfachen.

AC5.5-AC27EduAut, PC-Win10, MacbookAirM1, MacbookM1Max, Win-I7+Nvidia

Keine Antwort gefunden?

Andere Beiträge
im Board ansehen

Zurück zum Board

Neueste Lösungen durchsuchen

Akzeptierte Lösungen zeigen

Eine neue Diskussion starten!

Neues Thema erstellen