Hallo Holger,
danke für den Tipp. Wir hatten bereits vorletzte Woche Kontakt mit dem Support in München (eingefädelt über den lokalen Distributor). Wir werden uns aber gerne nochmal mit Eurem BIM Consultant in Verbindung setzen, damit er sich das Problem vor Ort ansehen kann. Als Zwischenlösung werden wir beide Netzwerkschnittstellen zu einer gemeinsamen, virtuellen Netzwerkschnittstelle zusammenschalten um zumindest die Bandbreite zu erhöhen. Nach unseren Messungen wird beim gleichzeitigen Zugriff auf den BIM-Server der theoretische Durchsatz von Gigabit nämlich annähernd erreicht. Weiterhin wird ein zweiter MacPro angeschafft und die Projekte aufgeteilt.
Aber nochmal zum Problem und damit ganz klar ist, was passiert:
1.) Der BIM-Server hostet mehrere sehr große Projekte, die gleichzeitig bearbeitet werden.
2.) Beim Zugriff auf die Datenbank des BIM-Servers dauert es ca. 5 bis 10 Sek. bis jede Anfrage abgeschlossen wird (Datensuchsatz ca. 80 bis 90 MB/s).
3.) Für jede Anfrage wird (wahrscheinlich) ein einzelner Thread gestartet, der einen Kern beansprucht
3.) Übersteigt die Anzahl der gleichzeitigen Anfragen die Anzahl der Kerne, können keine weiteren Anfragen beantwortet werden und der BIM-Server verharrt in einer Blockade (Endlosscheife?).
4.) Danach verlieren alle Clients die Verbindung zum Server (wahrscheinlich timeouts)
5.) Der Server (Hardware) bleibt weiterhin ansprechbar und reagiert auch halbswegs performant
6.) Erst durch ein Abschießen der Prozesse bzw. ein Neustart ist ein geregeltes Arbeiten wieder möglich.
Aus diesem Verhalten schließen wir, dass die Server-Software keine Warteliste für Anfragen pflegt, sondern darauf ausgelegt ist, dass Anfragen innerhalb einer Latenzzeit ausgeführt werden. Wird diese Latenzzeit überschritten, verhält sich der Server wie beschrieben. Aus unserer Sicht ein Designfehler der Software, da dieser Seiteneffekt nicht bedacht wurde oder aber als nicht sehr wahrscheinlich eingestuft wurde. Und es gibt noch das Problem mit den eingebetteten Bibliotheken und dem Aufblähen der Datenbank ab einer gewissen Anzahl von Objekten.
Wir würden vorschlagen, dass der BIM-Server Anfragen und Ausgaben in separate Threads auslagert und dem Nutzer anzeigt, wo er in der Warteliste steht und wie lange es noch dauert, bis er an der Reihe ist.
Torben
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