Oje, oje!
Nemetschek schreibt auf seiner Webpage, daß sie eine Aktienmehrheit planen. Dies wäre also keine Übernahme im klassischen Sinne, sondern "nur" eine Mehrheitsbeteiligung (ähnlich wie bei Maxon). Tatsächlich frage ich mich auch nach den Synergie-Effekten. Zur Zeit bin ich gezwungen mit Allplan zu arbeiten (2D und 3D, also Gebäudemodell). Und ich kann sagen, daß die Arbeit mit dieser Software eine mittlere katastrophe ist: keine konsistente Benutzerführung, viele Funktionen, die aber nur "zur Hälfte" entwickelt sind, und eine Vielzahl von Programmfehlern, um die man täglich herumarbeiten muß. Nebenbei: ich kenne Allplan seit Version 10! Auch das Supportmodell ist eher von der teuren Sorte. Ich hatte neulich die Gelegenheit mit einem Professor aus München zu sprechen, der für Nemetschek tätig ist. Der staunte nicht schlecht, als ich ihm verschiedene 3D-Modelle zeigte die sich selbstständig und reproduzierbar zerstörten (normale Wände wären plötzlich dreieckig usw.). Das Thema runde Wände will ich lieber nicht ansprechen, da Allplan das nicht kann! Das geometriemodell ist nämlich polygonbasiert, d.h. eine runde Wand besteht aus Geraden. Eine solche Wand kann man nachträglich aber nur noch kürzen, aber nicht mehr verlängern. Das Beste ist, daß ab eine bestimmten Modellkomplexität die Zerstörung der eigegebenen Wände soweit fortschreitet, daß irgendwann eine Meldung kommt, daß eben diese Strukturen defekt sind und neu gezeichnet werden müssen!!! Arrrgh.
Außerdem könne nur maximal 60 Teilbilder gleichzeitig an sein, bzw. die größte Datenmenge ist auf 160MB begrenzt. Möchte man also ein Hochhaus bauen bilden diese Grenzen die Beschränkung.
Mein Fazit: Nemetschek sucht keine Synergien, sondern benötigt eine neue CAD-Software, da die eigene Lösung nicht mehr zeitgemäß, zu langsam und zu kompliziert ist.
Torben
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