am 2026-01-15 08:30 AM
Guten Morgen liebe ArchiCAD Nutzer,
ich habe mal eine Frage zu Installationwänden, die bei mir häufiger im Raum enden. Dort wird ja ein Wandabschluß gebraucht, wie löst ihr das?
Gruß
Thorsten
am 2026-01-15 02:51 PM
Wandabschluss? Ohne mich...
am 2026-01-15 06:37 PM
Wandabschlüsse sind nicht echt… gehören meiner Meinung nach entsorgt 😉
Ein bisschen Handwerk auch in CAD., wie hier in denb ersten Beiträgen gezeigt.. ist doch toll, dass man das doch immer noch brauchen kann. 😀
am 2026-01-15 07:18 PM
@snow schrieb:
Wandabschlüsse sind nicht echt… gehören meiner Meinung nach entsorgt 😉
Ein bisschen Handwerk auch in CAD., wie hier in denb ersten Beiträgen gezeigt.. ist doch toll, dass man das doch immer noch brauchen kann. 😀
Gelernt ist gelernt 😁
Aber trotzdem manchmal lästig und für etwas weniger alte Hasen praktisch nicht praktikabel. Zumal der Wandabschluss bei einer beidseitig beplankten Wand einwandfrei funktioniert. Zumindest wenn er rechtwinklig zur Wand sein soll...
Gruss, poeik
am 2026-01-15 08:53 PM
Gibt noch eine Variante, die man anwenden kann:
Ich zeichne die Vorwände ehrlicherweise auch gern mit dem Trägertool, weil ich da eben nicht panisch auf die Referenzlinie schielen muss, sondern die auf der Wand liegen darf. (Wo sie – wie ich finde – auch eigentlich aus logischer Sicht hingehören würde; das dem nicht so ist, hat mit der Programmlogik zu tun, nicht weil wir das gern hätten!)
Jedenfalls: segmentierter Träger, und am Ende den Gipskarton rangehauen.
Wenn man ganz gewagt ist, kann man mit einem weiteren Profil mit Modifkatoren auch Versprünge (ja das kommt leider vor! :D) recht gut modellieren.
Wie immmer: viele Wege führen nach Rom. Haben alle Vor- und Nachteile.
am 2026-01-16 02:19 PM
Man kann ja probieren, mit welcher Methode man am besten fährt… 😉
Man sollte sich nur dessen bewussst sein, dass diese Wandenden halt keine echten Konstruktionselemente, wie Wände, Stützen etc. sind.… und es könnte sein, dass sich das an irgendeiner Stelle mal rächt.
(Bei mir ist's auch so, dass beim platzieren immer die Warnmeldung kommt, dass das Wandende nicht zu den Wandabmessungen passen würde... es passt dann aber doch…)
2026-01-17 08:56 AM - bearbeitet 2026-01-17 09:16 AM
Es sieht in den Plänen immer komisch aus, wenn die GK-Wand an den Seiten offen ist. Mit solchen Kleinigkeiten entwertet man nach meinem Empfinden seine ganze Arbeit. Wenn man ein Lackierer ist und man findet irgendwo eine Lacknase, da hilft auch kein Turtelneck und der Hinweis, dass man ein großer Künstler ist.
2026-01-18 07:27 AM - bearbeitet 2026-01-18 07:30 AM
Eigentlich ist so eine Installtionswand - im Falle von GK-Schichten auf C-Profilen - eine "halbe" Wand (nur eine Haut, welche die Rohre abdeckt) und es sollte doch klar sein, daß man dabei mit 2 Wänden arbeiten muss, wenn man ein 90°-Eck herstellen muss, um eine Ecke zu bilden. Einfach eine "Dicke" Wand zu bilden und sich zu wundern, daß man seitlich rein schauen kann, ist wohl vom User aus zu kurz gedacht.
Dazu kommt es nur wegen "Plan-Darstellungs-Gewohnheiten"
Früher (In Zeiten von 2D-Zeichnungen) hat man einfach mal 2 Linien in den Grundriss geknallt und maximal noch Kreise für die Darstellung der Rohre gezeichnet und das wars. Diese Vorgehnsweise ist wohl bei vielen im Hinterkopf hängen geblieben. Im Bim möchte man aber sowas sauber auswerten können. Wir sollten also mal drüber meditieren, ob wir dabei nicht über solche Zeichnungsgewohnheiten doch wesentlich tiefer nachdenken sollten.
Die Computer sind immer leistungsfähiger geworden und wir tendieren Mittlerweile dazu, immer mehr Details in eigentlich grob zu denkende Pläne reinzupacken, weil es bei kleinerem Maßstab eh nicht auffällt.
Eh "gut".
Aber dann geht es nicht, daß ich "nur ein Trum" reinklatsche und erwarte, daß dies dann ausreicht. Dann wäre es doch viel sinnvoller, zusätzlich alternativ zu den Bauangaben-Symbolen für Durchbrüche, Schlitze usw auch die echten Rohre darstellen zu können - wahlweise.
Dazu muss man aber auch lernen, so eine offene Seite einer Installationswand auch wirklich selber zu schließen - und oben drauf auch noch mit einer Decke abzuschließen, denn schließlich sollte auch der Schnitt dann passen. Und dann würde natürlich auch noch ein eventueller Unterspülkasten reingehören falls es ein WC ist usw.
Zuviel?
Wenn ja - würden ja - wie früher im 2D - 2 Striche reichen und ein Etikett mit WAS, Maße, Abstände usw - und alles ist gesagt.
Ein GDL-Element, was dies alles kann? Auch möglich - vielleicht ähnlich, wie die Kamine - so durch alle Geschoße? Aber was ist dann mit der Auswertung?
am 2026-01-18 05:58 PM
Genau so! Ich schließe immer mit einer Decke. Dann Profilwand + Decke.
Da ich keine TGA plane, brauche ich auch keine Unterspülkasten.
am 2026-01-19 09:23 AM
Was bedeutet denn "sauber im BIM"?
Man sollte das immer vom Ende her denken, bzw. vom Anwendungsfall. Danach richtet sich auch die Anforderung an die Modellierung.
AWF040 | Visualisierung und modellbasierte Kommunikation
Das Teil muss geschlossen sein. Oberflächen wie sie am Ende aussehen sollen.
AWF080 | Ableitung von Planunterlagen
Es reichen die 2 Linien. Mehr braucht der Trockenbauer nicht. NIEMAND wertet GK-Platten aus oder glaubt den automatisch verschnittenen Anschlüssen von Archicad. Sorry, dass ich das schon wieder schreibe. 😉
AWF100 | Mengen- und Kostenermittlung
Abhängig ob für die Kalkulation oder Ausschreibung. Für die Kalkulation reicht ein Element maximal, wenn es überhaupt (darüber) kalkuliert wird. 3 Teile sind schon fast störend. Für die Ausschreibung ist entscheidend, wie die Position aussieht und die VOB das wünscht. Sicher nicht über Volumen GK. Eher lfdm Vorwand plus Zulageposition. Das muss zumindest eines der modellierten Elemente hergeben können (was GDL und Morph ausschließt). Und wieder: NIEMAND braucht hier die Mehrschichtigkeit im 50stel.
AWF050 | Koordination der Fachgewerke
Die komplette Installation kommt vom TGA-Planer oder zumindest aus einem separaten Modell. Also nicht unsere Baustelle.
Positiv-Körper des Installationsraumes verursachen Kollisionen. Zumindest DAS ist zu vermeiden. Die Wanddicke auf GK+UK zu setzen ist sicher sinnvoll, kann aber, wenn es eng wird auch Kollisionen erzeugen, die man aber abnicken kann. Um zu prüfen, ob alles reinpasst sollten alle Seiten in der erforderlichen Stärke modelliert sein.
Mein Favorit: 1-3 Wände, je nach Situation + Deckenplatte, sauber attribuiert, damit man es für AwF100 auseinander sortieren kann.
am 2026-01-19 04:10 PM
Mal noch so nebenbei...:
Für Installations-Vorsatzschalen spielt die Hohlraumdicke bzgl. Fertigungsaufwand ja nicht so die Rolle.. sondern es kommt auf den Aufbau der Schale an… (außer alles wird ausgedämmt)... wiesi dann nicht auch so in Archicad zeichnen: als dünne Wand… dann würde sich die Frage nach dem seitlichen Abschluss erübrigen. 😉 (… wobei ich diese bei anderen Situationen schon für relevant halte und gerne in der Bedienung vereinfacht hätte.)
Und das muss ich auch noch aufgreifen:
@Hmooslechner … ich meine festzustellen, dass die Computer immer langsamer werden 🤓